Dreiste Masche auf Bahnsteigen

Über 260.000 Euro Schaden: 31-Jähriger wegen Kofferdiebstählen angeklagt

31-Jähriger wegen Kofferdiebstählen angeklagt.
Symbolbild: Pixabay

21.04.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Über Wochen sollen Reisende gezielt ausgespäht und bestohlen worden sein: Nun steht ein 31-Jähriger vor Gericht. Die Ermittler sprechen von internationaler Bandenkriminalität und einer ausgeklügelten Vorgehensweise.



Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 31-jährigen algerischen Staatsangehörigen erhoben. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main muss sich der Mann wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in insgesamt elf Fällen verantworten.

Diebstähle auch in Osthessen

Nach Angaben der Ermittler soll der Beschuldigte zwischen dem 17. September und dem 5. November 2025 Teil einer international agierenden Tätergruppe gewesen sein. Gemeinsam mit weiteren, gesondert verfolgten Komplizen soll er gezielt Reisende auf Bahnsteigen ausgespäht haben – unter anderem in Frankfurt, Hanau, Göttingen und Berlin.

Die mutmaßlichen Täter sollen ihren Opfern anschließend in die Züge gefolgt sein und dort Koffer entwendet haben. Um das Risiko einer Entdeckung zu minimieren, sei die Beute im Anschluss ins Ausland verschickt und dort weiterverwertet worden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf mehr als 260.000 Euro.

Festgenommen wurde der 31-Jährige am 12. November 2025 am Frankfurter Hauptbahnhof. Entscheidend war dabei die Wiedererkennung durch einen sogenannten "Super Recognizer" der Bundespolizei. Seit seiner Festnahme befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Beschuldigte kein Unbekannter: Er soll bereits in mehreren europäischen Ländern in Erscheinung getreten sein und unter mehr als 20 Alias-Personalien agiert haben. Nun liegt die Entscheidung beim Landgericht Frankfurt am Main, ob das Hauptverfahren eröffnet wird. (ems/pm) +++






Die Bundespolizei konnte den Dieb stellen.
Archivbild: O|N

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