Innenminister schätzt Einsatzfahrsimulator
Trainieren ohne Risiken: Hessische Polizei setzt auf moderne Simulationstechnik
Foto: Frank Zinn / HMdI
21.04.2026 / WIESBADEN/HÜNSTETTEN -
Die Hessische Polizei setzt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu moderner, innovativer und zugleich sicherer Polizeiarbeit. Mit der Einführung eines hochentwickelten Einsatzfahrtsimulators wird die Ausbildung im Umgang mit Sonder- und Wegerechten grundlegend erneuert. Gerade Einsatzfahrten unter diesen Bedingungen gelten seit jeher als anspruchsvoll und bergen ein erhöhtes Unfallrisiko – sowohl für Polizeikräfte als auch für andere Verkehrsteilnehmende.
Der neue Simulator soll genau hier ansetzen: Er ermöglicht realitätsnahe Trainingssituationen, ohne dass dabei Menschen oder Material gefährdet werden. Ziel ist es, die Sicherheit im Einsatz deutlich zu erhöhen und die Qualität der Ausbildung nachhaltig zu verbessern.
"Zentraler Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssicherheit"
Innenminister Roman Poseck erklärte: "Die Sicherheit unserer Polizeibeamten hat für uns oberste Priorität. Einsatzfahrten zählen zu den gefährlichsten Situationen im Dienstalltag. Mit dem Einsatz modernster Simulationstechnik schaffen wir die Möglichkeit, kritische Szenarien realitätsnah zu trainieren, ohne dabei reale Risiken einzugehen. Das stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Aus- und Fortbildung in Hessen dar und unterstreicht unseren Anspruch, bundesweit eine Vorreiterrolle bei Innovation und Qualität in der Polizeiarbeit einzunehmen." Sicherheit und Ausbildung nachhaltig verbessern
Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus unterstrich: "In Hessen wird die Digitalisierung ressortübergreifend und ganzheitlich vorangetrieben. Ein Beispiel dafür ist die aus unserem Digitalbudget geförderte Einführung eines modernen Einsatzfahrtsimulators. Das Projekt verdeutlicht, wie digitale Innovationen genutzt werden, um Sicherheit und Ausbildung nachhaltig zu verbessern." 200.000 Euro für den Einsatzfahrtsimulator
Die Kosten für die Schadensregulierung von Dienstfahrzeugen der Polizei Hessen lagen im Jahr 2025 bei knapp 3,7 Millionen Euro und damit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Investition in moderne Ausbildungstechnologien zahlt sich somit nicht nur in erhöhter Sicherheit, sondern auch wirtschaftlich aus. Auch die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen positiven Trend. Sowohl die Zahl der Unfallopfer bei der Polizei als auch bei Dritten ist rückläufig. Dieser Erfolg soll durch den gezielten Einsatz moderner Ausbildungsmethoden weiter ausgebaut werden.Der Einsatzfahrtsimulator wird künftig an den Fahrtrainingszentren in Hünstetten und Calden eingesetzt. Dort lässt sich die Ausbildung optimal mit bestehenden Fahr- und Sicherheitstrainings verzahnen. Neben der Integration in das Studium der hessischen Polizei wird die Technik auch in der Ausbildung der Wachpolizei sowie der kommunalen Hilfspolizei genutzt. Darüber hinaus ist der Einsatz im Fortbildungsangebot für die gesamte Polizei Hessen vorgesehen und perspektivisch auch für weitere Bedarfsträger des Innenressorts denkbar.