Behörden rufen Bevölkerung zur Vorsicht auf

Alarm am Erlenteich: Vogelgrippe-Verdacht nach Fund von toten Küken

Am Erlenteich in Alsfeld sorgt ein Fund für Unruhe: Zwei tote Nilgans-Küken wurden dort entdeckt - und bei einem der Tiere schlug ein erster Schnelltest auf das Vogelgrippe-Virus an.
Symbolfotos: pixabay

21.04.2026 / ALSFELD - Am Erlenteich in Alsfeld sorgt ein Fund für Unruhe: Zwei tote Nilgans-Küken wurden dort entdeckt - und bei einem der Tiere schlug ein erster Schnelltest auf das Vogelgrippe-Virus an. Noch steht die endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut aus, doch das Veterinäramt des Vogelsbergkreises reagiert bereits jetzt mit deutlichen Worten. Die Bevölkerung solle wachsam sein und wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachten.



Im Oktober 2025 berichtete OSTHESSEN|NEWS über die fortschreitende Ausbreitung der Krankheit. Der Appell des Veterinäramts ist eindeutig: Tote Vögel dürfen auf keinen Fall berührt werden. Auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollten darauf achten, nicht durch Vogelkot zu laufen, um eine mögliche Verschleppung des Virus zu verhindern. Besonders Geflügelhalter im Kreis sind angehalten, ihre Hygienemaßnahmen konsequent zu verschärfen.

Strenge Vorgaben für Geflügelhalter

In einer Allgemeinverfügung schreibt der Kreis mehrere Schutzmaßnahmen vor, darunter:
Treten in einem Bestand plötzlich mehrere Erkrankungen oder Todesfälle auf, müssen Halter sofort das Veterinäramt informieren. Gleiches gilt für Funde toter Wildvögel. Die Behörde ist unter 06641/977-6800 erreichbar.

Die verendeten Tiere wurden bereits in das Hessische Landeslabor nach Gießen gebracht, wo sie auf Geflügelpest untersucht werden. Erst die Laborergebnisse werden endgültige Klarheit bringen, ob es sich tatsächlich um einen Vogelgrippe-Fall handelt.

Kreis bleibt wachsam

Bis dahin bleibt der Fund ein Verdachtsfall - doch die Behörden nehmen ihn sehr ernst. Die Vogelgrippe breitet sich seit Monaten in verschiedenen Regionen Deutschlands aus, immer wieder kommt es zu lokalen Ausbrüchen. Der Fund in Alsfeld zeigt, wie schnell sich das Virus auch in Hessen bemerkbar machen kann.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: aufmerksam bleiben, Abstand halten und Funde melden. Nur so lässt sich verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet – und Hausgeflügelbestände wie auch Menschen bestmöglich geschützt werden. (mis/pm) +++

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