Zur Ausbildung
Feuerwehrverein investiert in Sicherheit: Brandsimulationsanlage im Einsatz
Brandsimulationsanlage in Rotenburg im Einsatz.
Fotos: Feuerwehrverein Rotenburg
20.04.2026 / ROTENBURG/F. -
Am Samstag war die Firma Feuercon mit ihrer mobilen, feststoffbefeuerten Brandsimulationsanlage in Rotenburg/F. (Kreis Hersfeld-Rotenburg) zu Gast. Insgesamt 20 Atemschutzgeräteträger der Kernstadtwehr konnten in zwei Gruppen realitätsnahe Einsatzsituationen trainieren.
Der Feuerwehrverein Rotenburg hatte hierfür einen mittleren vierstelligen Betrag bereitgestellt – eine gezielte Investition in die Sicherheit und Ausbildung der Einsatzkräfte.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden eine ausführliche Sicherheitsunterweisung. Anschließend betrat die Gruppe gemeinsam einen der Übungscontainer, in dem eine sogenannte Hitzegewöhnung stattfand. In der Brennkammer wurde Holz entzündet, sodass sich Schritt für Schritt ein vollständiges Brandgeschehen entwickelte. Die Ausbilderinnen und Ausbilder erklärten anschaulich die verschiedenen Phasen eines Feuers, das Verhalten von Brandgasen und Rauch sowie die zunehmende Hitzeentwicklung. Direkt unter der Decke können dabei Temperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius entstehen. Ein besonderes Augenmerk wurde auf den Eigenschutz und das Verhalten bei einer Rauchgasdurchzündung (Flashover) gelegt.
Nach einer Pause mit Getränken folgte ein weiterer Durchgang, diesmal in Zweiertrupps. In einem nachgebildeten Wohnungsbereich wurden klassische Einsatzszenarien wie Menschenrettung und Brandbekämpfung trainiert. Dabei konnten die Teilnehmenden ihr taktisches Vorgehen vertiefen und erweitern. Im Fokus standen sichere Vorgehensweisen, klare Kommunikation und das richtige Vorgehen bei hoher Wärmeentwicklung und eingeschränkter Sicht. Die Teilnehmenden konnten dabei das Zusammenspiel im Trupp verbessern und Erfahrungen sammeln, die im Einsatzfall entscheidend sein können. Auch die hochwertige Brandschutzkleidung bewährte sich in der Ausbildung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Einsatzstellenhygiene. Dazu gehörte unter anderem, wie die persönliche Schutzausrüstung abgelegt wird, ohne mit der kontaminierten Außenseite in Berührung zu kommen, wie die Atemwege auch nach dem Einsatz geschützt bleiben und wie verschmutzte Ausrüstung fachgerecht verpackt wird. Diese Inhalte ergänzten das bestehende Hygienekonzept der Feuerwehr Rotenburg sinnvoll. Am Ende des Tages zogen alle Beteiligten ein positives Fazit: Die Ausbildung war anstrengend, aber äußerst lehrreich und eine wertvolle Erfahrung.
Die Feuerwehr Rotenburg bedankt sich herzlich bei den Ausbilderinnen und Ausbildern der Firma Feuercon – und beim Feuerwehrverein, der mit seiner finanziellen Unterstützung diese wichtige Ausbildung erst möglich gemacht hat. (ems/pm) +++