Zum zweiten Mal vier Fahrzeuge
500.000 Euro Investition: Feuerwehr Fulda Nord nimmt vier Fahrzeuge in Betrieb
Fotos: Feuerwehr Fulda Nord
20.04.2026 / FULDA -
Regen, Donner und trotzdem beste Stimmung: Am Sonntagmorgen hat die Freiwillige Feuerwehr Fulda Nord am Stützpunkt in Lehnerz gleich vier Einsatzfahrzeuge offiziell in Dienst gestellt. Rund 500.000 Euro hat die Stadt investiert - und das Wetter zwang die Veranstalter kurzerhand zur Improvisation.
"Als Musiker muss ich sagen, von der Akustik war es sogar noch besser", kommentierte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld trocken. Applaus aus den Reihen der Kameradinnen und Kameraden. Wehrführer Uwe Sauer begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Nachbarschaft: "Dass wir als Feuerwehr Fulda Nord dieses Ereignis heute hier erleben dürfen, freut uns sehr."
Zum zweiten Mal vier auf einen Streich
Wingenfeld: "Nicht selbstverständlich"
In seinem Grußwort erinnerte Oberbürgermeister Wingenfeld an eine persönliche Erfahrung auf dem Jakobsweg in Frankreich: Weit abseits jeder Infrastruktur habe er sich gefragt, wie es wäre, auf Hilfe angewiesen zu sein und keine in der Nähe zu wissen. "Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in Deutschland, in Hessen, innerhalb kürzester Frist Hilfe erwarten können. Das ist in den meisten Teilen dieser Welt schlicht undenkbar", sagte er.Sein Dank galt ausdrücklich den Ehrenamtlichen: "Dass dem so ist, liegt an Ihnen. Die Politik kann nur den Rahmen setzen." Auf die Frage, ob eine so umfangreiche Ausrüstung wirklich notwendig sei - eine Stimme, die er nach eigenem Bekunden in der Bevölkerung gelegentlich höre -, antwortete Wingenfeld klar: "Leider ist das so. Der Blick auf die Welt zeigt, dass man diese Ausrüstung braucht."
20 Jahre Fusion: eine mutige Entscheidung, die sich bewährt hat
Den Abschluss der offiziellen Zeremonie bildete die Segnung der vier Fahrzeuge durch Geistliche beider Konfessionen. Für Wingenfeld war das mehr als Symbolik: "Bei den Einsätzen sind Sie am Ende des Tages im Dienst Gottes. Umso wichtiger ist dieses Signal." Im Anschluss öffnete der Stützpunkt Nord seine Tore für die Bevölkerung. (mmb) +++