Im Autohaus Krah & Enders

Zwischen Rückblick und Pokalträumen: Frühjahrsempfang der SG Barockstadt

Hunderte Gäste kamen am Sonntag ins Autohaus Krah & Enders an der Frankfurter Straße. Spieler, Trainer, Ehrenamtliche, Sponsoren und Familien - die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hatte zum Frühjahrsempfang geladen.
Fotos: Carina Jirsch

20.04.2026 / FULDA - Hunderte Gäste kamen am Sonntag ins Autohaus Krah & Enders an der Frankfurter Straße. Spieler, Trainer, Ehrenamtliche, Sponsoren und Familien - die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hatte zum Frühjahrsempfang geladen.



Gastgeber Peter Enders, der das Autohaus mitbetreibt und gemeinsam mit Martin Geisendörfer den Vereinsvorstand führt, gab sich überwältigt. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS sagte er vor der Veranstaltung: "Ich bin ein bisschen sprachlos - damit hätte ich nicht gerechnet."

Bevor die Feierlichkeiten begannen, bat Vorstand Volker Hilpert alle Anwesenden aufzustehen. Der Verein trauert seit Februar um Dirk Schütrumpf, langjähriges Vorstandsmitglied und Hoteldirektor des Fuldaer Platzhirsch, der am 5. Februar im Alter von 57 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. In einer Schweigeminute wurde seiner und aller anderen verstorbenen Vereinsangehörigen gedacht. Erst danach startete das Programm.

Eigentlich war ein Neujahrsempfang geplant

Der heutige Termin war ursprünglich für Januar angesetzt - und musste wegen des Todesfalls abgesagt werden. Jetzt, im April, holte der Verein nach, was er sich für den Jahresstart vorgenommen hatte: Danke sagen.

Sarah Geisendörfer, die die sportliche Leitung der Damenmannschaften innehat und maßgeblich an der Organisation beteiligt war, erklärte gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Wir wollten gemeinsam die neue Saison starten, ein paar Sachen vorstellen - und einfach eine schöne gemeinsame Zeit als Verein haben. Verbundenheit, die auch etwas nach außen ausstrahlt."

Volker Hilpert brachte das Motto des Tages noch kürzer auf den Punkt: "Danke sagen. Den Ehrenamtlichen, den Trainern, den Helfern, den Sponsoren - einfach allen, die immer da sind." Die Mannschaften standen auf und applaudierten dem Rest des Raumes. Nicht umgekehrt.

Vereinslied, Schal und ein Maskottchen, das noch unterwegs ist

Für die musikalische Überraschung sorgte Sound Express: Stefan Eisenbach und sein Team präsentierten ein Lied, das eigens für den Verein umgeschrieben wurde - im Tonstudio von Wolfgang Schwalm, einem der Wildecker Herzbuben, der selbst vor Ort war.

Dazu bekam jeder Gast beim Eingang einen Schal. Als alle ihn gleichzeitig hochhielten und das Lied erklang, wurde es laut in der Halle. Das neue Vereinsmaskottchen hingegen fehlte - es war laut Hilpert noch irgendwo auf dem Weg aus der Schweiz.

U15 schlägt den Tabellenführer

Am Vortag hatte die U15 den Hessenliga-Tabellenführer mit 2:1 geschlagen. Trainer Adrian Veapi blieb trotzdem ruhig: Der Erfolg sei keine Frage einzelner Spieler, sondern des Zusammenhalts und der Arbeit jeder Woche im Training.

Cheftrainer Daniyel Cimen wurde beim Thema Ligabetrieb etwas deutlicher - aber nur ein bisschen: "Es wäre gelogen zu sagen, wir gehen nicht aufs Ganze." Gleichzeitig betonte er, dass der Blick auf das nächste Spiel gerichtet bleibe, nicht auf die Tabelle.

Neue Strukturen, altes Ziel

Atilla Güven, seit dieser Saison sportlicher Leiter für die Jugendteams von U16 bis U19, erklärte, warum der Verein die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt hat: Die Anforderungen im Jugendfußball werden komplexer, die Trainer sollen sich auf das Sportliche konzentrieren können.

Das Ziel dahinter ist nicht neu: Spieler ausbilden, die irgendwann bei der SGB in der Ersten spielen. U19-Trainer Romeo Schäfer, der in der Vergangenheit auch bei Borussia Mönchengladbach gearbeitet hat, sprach offen über den Abstieg der U19 im Vorjahr - und warum er den Verein am Ende vielleicht weitergebracht hat.

Pokalfinale gegen Wehen Wiesbaden

Am Ende war es ohnehin das Thema, das alle beschäftigt: das Hessenpokal-Finale am 23. Mai gegen den SV Wehen Wiesbaden am Bieberer Berg in Offenbach. Cimen will den Fokus vorerst auf der Regionalliga lassen - auch weil der Flow der letzten Wochen für das Finale mitgenommen werden soll.

Peter Enders hatte es gegenüber OSTHESSEN|NEWS schon vor der Veranstaltung gesagt: "Die Rückrunde läuft sehr, sehr gut. In der Winterpause standen wir noch weiter unten. Jetzt sieht alles super aus." Moderator Johannes Götze fasste zusammen, was wohl die meisten im Raum dachten: Ein Pokalsieger aus Fulda - das wäre etwas. Der Applaus gab ihm recht. (mmb) +++

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