Zukunft der Beschäftigten offen

Kamax-Übernahme durch Fontana Gruppe: Bürgermeisterin Ried sieht Chancen

Nachdem KAMAX den bevorstehenden Verkauf an die italienische FONTANA GRUPPO bekanntgegeben hat, melden sich nun die Stadt Homberg (Vogelsbergkreis) und das Unternehmen selbst zu den Fragen der Region zu Wort.
Archivbild: O|N / Luisa Heinz

20.04.2026 / HOMBERG (OHM) - Nachdem Kamax den bevorstehenden Verkauf an die italienische Fontana-Gruppe bekanntgegeben hat, melden sich nun die Stadt Homberg (Vogelsbergkreis) und das Unternehmen selbst zu den Fragen der Region zu Wort - konkrete Antworten bleiben jedoch vorerst aus.



Auf Anfrage von OSTHESSEN|NEWS erklärte Hombergs Bürgermeisterin Simke Ried, sie sehe in der Übernahme grundsätzlich eine Chance: "Kamax steht seit Generationen für industrielle Stärke und Innovationskraft in Homberg - und damit für ein Stück Homberger Identität."

Die Übernahme könne dem Unternehmen "ein noch stärkeres Rückgrat für die Zukunft geben", so Ried. Gleichzeitig formulierte sie klare Erwartungen: Der Beitrag der Homberger Belegschaft müsse "auch im neuen Konstrukt sichtbar bleiben". Sie verbindet damit die Hoffnung auf gesicherte Arbeitsplätze sowie neue Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für lokale Fachkräfte.

Die Stadt pflege über ihre Wirtschaftsförderung regelmäßigen Kontakt zu Kamax und sei über die Neuaufstellungspläne informiert gewesen, so Ried weiter. Ein nächster Unternehmensbesuch ist für Mai geplant.

Kamax: Konkrete Auswirkungen noch unklar

Das Unternehmen selbst hält sich bezüglich der Folgen für den Standort Homberg bedeckt. Auf die Fragen nach der Zukunft der Beschäftigten und einer möglichen Wiederbelebung des Standorts Alsfeld antwortete Kamax-Kommunikationsleiterin Jasmin Fardjam: "Konkrete Auswirkungen werden sich absehbar erst dann benennen lassen, wenn die Transaktion abgeschlossen ist und eine umfassende strategische Planung entwickelt wurde." Aktuell beschäftigt Kamax am Standort Homberg rund 800 Mitarbeitende. Zur Frage, ob der frühere Standort in Alsfeld reaktiviert werden könnte, äußerte sich das Unternehmen nicht.

Als strategisches Argument für den Zusammenschluss betonte Fardjam die Ergänzung beider Organisationen hinsichtlich "Präsenz, Geschäftsfeldern und Kunden". Die Einbindung in die globale Fontana-Organisation biete Kamax "ausgezeichnete Perspektiven für eine langfristige Weiterentwicklung".

Was kommt auf die Region zu?

Für die rund 800 Beschäftigten in Homberg und die weitere Wirtschaftsregion Osthessen bleibt die Lage damit vorerst ungewiss. Sowohl Stadt als auch Unternehmen signalisieren Gesprächsbereitschaft - handfeste Antworten auf die drängenden Fragen nach Jobsicherheit und regionalem Engagement des neuen Eigentümers dürften aber erst nach dem offiziellen Abschluss der Transaktion folgen. OSTHESSEN|NEWS bleibt an dem Thema dran. (mmb) +++

Hombergs Bürgermeisterin Simke Ried
Archivbild: O|N / Henrik Schmitt
Das Unternehmen selbst hält sich bezüglich der Folgen für den Standort Homberg bedeckt
Archivbild: O|N / Luisa Heinz

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