90 Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Alarmstufe Rot: Großübung simuliert Waldbrand und schweren Unfall

Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung hat am Samstag in der Gemeinde Hosenfeld im Landkreis Fulda zahlreiche Einsatzkräfte gefordert.
Fotos: Rene Kunze

19.04.2026 / HOSENFELD - Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung hat am Samstag in der Gemeinde Hosenfeld im Landkreis Fulda zahlreiche Einsatzkräfte gefordert. Rund 90 Beteiligte von Feuerwehren, Rettungsdiensten und weiteren Organisationen trainierten unter realitätsnahen Bedingungen für den Ernstfall. Übungsschauplätze waren dabei unter anderem der Sport- und Grillplatz im Ortsteil Jossa sowie die L3079 zwischen Jossa und Gunzenau.



Unter der Leitung der beiden Organisatoren der Gemeinde Hosenfeld, Katastrophenschutzzugführer Matthias Schweimer und seinem Stellvertreter Daniel Heil vom Katastrophenschutz Löschzug 15 Landkreis Fulda, stand ein komplexes Einsatzszenario im Mittelpunkt: "Ein zunächst kleiner Waldbrand entwickelte sich rasch zu einem großflächigen Feuer, das von den zuerst alarmierten Feuerwehren aus Jossa und Poppenrod nicht mehr allein unter Kontrolle gebracht werden konnte. In der Folge wurde Vollalarm für alle Ortsteilwehren der Gemeinde ausgelöst", erklärt Heil gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Zur Unterstützung wurden auch ortsansässige Landwirte eingebunden, die mit Güllefässern die Wasserversorgung sicherstellten - ein wichtiger Bestandteil bei Waldbränden in schwer zugänglichem Gelände. Parallel kümmerten sich die Malteser aus Blankenau um die Absicherung der Einsatzkräfte sowie die Versorgung möglicher Verletzter und stellten zudem die Verpflegung sicher. Ergänzt wurde die Übung durch die Drohnenstaffel vom Landkreis Fulda, die mit Luftaufnahmen zur Lageerkundung beitrug.

Besonders herausfordernd: Während der laufenden Waldbrandbekämpfung wurde ein zweites Einsatzszenario eingespielt. Auf der L3079 zwischen Jossa und Gunzenau wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen simuliert. Dafür mussten Kräfte aus dem laufenden Einsatz abgezogen werden. Auch die Malteser aus Hosenfeld wurden mit einem Rettungswagen hinzugezogen, um die Verletztenversorgung sicherzustellen.

" Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen sowie den Ortsteilwehren weiter zu stärken. Darüber hinaus sollten Einsatzabläufe optimiert und die Koordination auf Führungsebene - insbesondere innerhalb der technischen Einsatzleitung - intensiv trainiert werden", betont Heil abschließend. (ms) +++

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