Radweg wird aufgewertet
Kulturradweg "Perlen der Jossa" wird fit gemacht für die Zukunft
Foto: MKK
18.04.2026 / REGION MKK -
Der europäische Kulturradweg "Perlen der Jossa" wird instand gesetzt. Der Main-Kinzig-Kreis investiert rund 79.000 Euro, damit Radfahrerinnen und Radfahrer künftig sicherer und komfortabler durch den Spessart unterwegs sein können.
Im Frühjahr 2025 hatte Kreisbeigeordneter Jannik Marquart angekündigt, gemeinsam mit Elmar Sachs, Radverkehrsbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises, entsprechende Gespräche mit den Bürgermeistern der Kommunen zu führen, durch deren Gemarkung der Radweg führt. Auf hessischer Seite sind dies Jossgrund, Bad Soden-Salmünster, Sinntal und Steinau an der Straße.
Kürzlich unterzeichneten Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, Vertreter der beteiligten Kommunen sowie von HessenForst und Annika Ludwig, Geschäftsführerin des Zweckverbands Naturpark Hessischer Spessart, den entsprechenden Nutzungsvertrag. Er regelt unter anderem die anstehenden Arbeiten und die Kostenaufteilung. Nun wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Kreis finanziert die einmalige Instandsetzung. Die Kommunen übernehmen die Folgekosten. Dazu gehören unter anderem die jährlich notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen. HessenForst übernimmt die Wegepflege und der Zweckverband Naturpark Hessischer Spessart die Koordination der Instandhaltung.
Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann sagte bei der Vorstellung: "Der Kulturradweg "Perlen der Jossa" ist eine der Spessart-Attraktionen und wird darüber hinaus von den Menschen, die hier leben, gut genutzt. Das soll auch so bleiben."
Der Radweg führt über 30 Kilometer weitgehend eben und mit einer leichten Höhendifferenz von rund 200 Metern von Jossgrund-Villbach ins bayerische Emmerichsthal. "Seine touristische Attraktivität erhält er nicht nur durch seine Lage in reizvoller Spessartlandschaft, sondern auch durch die Hinweistafeln zu besonderen Highlights. Das sind zum Beispiel die Jossaquelle in Lettgenbrunn, die Wasserburg Burgjoß oder das Wasserwerk in Mernes", so Andreas Hofmann.
Während einige Teile des Radwegs asphaltiert sind, verlaufen andere als unbefestigte Forstwege durch die Spessartwälder im Besitz von HessenForst. Die Wege im Wald sind tiefgründig, bei Regen bilden sich große Pfützen. Spurrinnen und wuchernder Grasaufwuchs in der Mitte beziehungsweise Bewuchs an den Seitenrändern beeinträchtigen die Nutzung. Zudem wird ein Teil der Wege zur Holzabfuhr genutzt, alternative Abfuhrstrecken sind nicht vorhanden. Die Folge: Die betroffenen Abschnitte sind nicht ausreichend verkehrssicher und nur eingeschränkt mit dem Rad befahrbar.(pm/ci)+++