Vor-Ort-Termin mit MdB Wilhelm Gebhard

Neue Turnhalle für Friedrich-Fröbel-Schule: Landkreis wirbt erneut für Förderung

Die alte Turnhalle im Hintergrund, den Ersatzneubau im Blick: Hausmeister Markus Heinzerling (von links), Bausachbearbeiter Volker Borneis vom Fachdienst Schulen und Gebäude, Anja Csenar (Fachdienstleiterin Schulen und Gebäude), der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard und Landrat Torsten Warnecke (von links) beim Ortstermin an der Friedrich-Fröbel-Schule.
Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

15.04.2026 / BAD HERSFELD - Der Landkreis Hersfeld‑Rotenburg bewirbt sich erneut um eine Bundesförderung für den Ersatzneubau der Turnhalle an der Friedrich‑Fröbel‑Schule in Bad Hersfeld. Bei einem Vor‑Ort‑Termin informierten sich Landrat und Schuldezernent Torsten Warnecke, der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard sowie Vertreter der Kreisverwaltung über das geplante Projekt. Für den Neubau hat der Landkreis eine Förderung von 675.000 Euro aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" beantragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Beim Rundgang wurde deutlich, dass die bestehende Halle sowohl baulich als auch funktional nicht mehr den Anforderungen einer modernen Sportstätte entspricht.



"Die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule ist an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr über einzelne Reparaturen sprechen, sondern über eine grundlegende Zukunftslösung", sagte Landrat Torsten Warnecke. Die bestehende Halle stammt aus dem Jahr 1956 und ist so stark sanierungsbedürftig, dass ein Neubau nach Einschätzung des Kreises die wirtschaftlichere Lösung ist. Eine Komplettsanierung würde demnach rund 1,6 Millionen Euro kosten und etwa drei Jahre dauern. Der Ersatzneubau könnte dagegen in rund einem Jahr umgesetzt werden. "Der Neubau ist die wirtschaftlichere und sinnvollere Lösung. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass der Bund solche Projekte unterstützt. Landkreise, Städte und Gemeinden übernehmen immer mehr Aufgaben und Verantwortung vor Ort – gerade deshalb ist es wichtig, dass notwendige Investitionen nicht allein auf kommunaler Ebene geschultert werden müssen", so Warnecke.

"Der aktuelle Antrag unterstreicht, wie groß der Handlungsbedarf am Standort ist"

Für den Landkreis ist es bereits der vierte Anlauf auf Bundesförderung für die Turnhalle. Schon in den Jahren 2020, 2022 und 2023 hatte der Kreis Förderanträge für das Bundesprogramm gestellt. "Der aktuelle Antrag unterstreicht noch einmal, wie groß der Handlungsbedarf am Standort ist. Die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule ist für uns eine echte Herzensangelegenheit – deshalb verfolgen wir das Projekt mit großem Engagement weiter", sagt Anja Csenar, Leiterin des Fachdienstes Schulen und Gebäude.

Von der neuen Halle werden nicht nur die Schule, sondern auch viele Menschen in Bad Hersfeld profitieren. Die Friedrich-Fröbel-Schule, eine Förderschule mit rund 100 Schülerinnen und Schülern, nimmt am Pakt für den Ganztag teil, liegt zentral im Stadtgebiet am Rand der historischen Altstadt mit der Stiftsruine und ist bereits jetzt ein stark frequentierter, regional bekannter Schulstandort. Die Turnhalle wird nicht nur für den Schulsport genutzt, sondern ist außerhalb der Schulzeit nahezu vollständig durch Vereine und Gruppen ausgelastet. Schon heute nutzen beispielsweise der Hersfelder Verein für Sport und Gesundheit, der Budokan-Club für Karatesport, die Parkinson-Selbsthilfegruppe für Gymnastiksport, der TSV Sorga, der JFV Bad Hersfeld, der TSV Kalkobes und die Landfrauen Bad Hersfeld die Halle. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Lollslauf oder dem Lullusfest dient sie als Notunterkunft für Rettungsdienste.

Bedeutung für viele Menschen in der Region

"Hier geht es nicht nur um eine Schule, sondern um eine Sportstätte mit Bedeutung für viele Menschen in der Region", sagte Wilhelm Gebhard. "Wo Schule, Vereine und Öffentlichkeit gleichermaßen profitieren, ist eine Förderung des Bundes gut angelegtes Geld. Der Ersatzneubau würde den Standort weiter aufwerten und die Nutzung für Schule, Vereine und Öffentlichkeit auch langfristig sichern. Den Bedarf an der Friedrich-Fröbel-Schule nehme ich aus dem Termin mit nach Berlin."

Geplant ist ein barrierefreier Neubau in Holzrahmenbauweise mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und behindertengerechten Sanitäranlagen. Damit soll die Halle energetisch, funktional und in ihrer Nutzbarkeit deutlich verbessert werden. MdB Wilhelm Gebhard zeigte sich dankbar für die Einladung zu dem Ortstermin. Daran nahm er gerne teil. "Vor Ort kann man sich viel besser von der Notwendigkeit einer Maßnahme überzeugen", so Gebhard. Er hofft, dass der Landkreis schon bald eine Förderung für das wichtige Vorhaben erhält. Aufgrund der mehrfachen Überzeichnung des aktuell laufenden Bundesprogramms musste er die Hoffnungen für dieses Jahr jedoch etwas dämpfen. (mis/pm) +++

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