Malteser präsentiert Lösungsansatz

Dauerärger um Kleiderbox in Engelhelms: Jetzt könnte sich alles ändern

Ein bekanntes Problem scheint nun einer Lösung immer näher zu kommen: Die vermüllte und teils kaputte Malteser-Altkleiderbox in der Edelzeller Straße im Ortsteil Engelhelms der Gemeinde Künzell stellt für viele Beteiligte einen Daueraufreger dar.
Archivfotos: O|N/Rene Kunze

15.04.2026 / KÜNZELL - Ein bekanntes Problem scheint einer Lösung immer näher zu kommen. Die vermüllte und teils kaputte Malteser-Altkleiderbox in der Edelzeller Straße im Ortsteil Engelhelms der Gemeinde Künzell stellt für viele Beteiligte einen Daueraufreger dar. So meldete sich ein OSTHESSEN|NEWS-Leser am Sonntagabend mit folgenden Worten: "Ich möchte mich über die wiederholt katastrophalen Zustände an der Altkleiderbox in Engelhelms beschweren."



Die Altkleiderbox sei in schrecklichem Zustand, und es werde vermehrt Kleidung davor abgelegt. Auch Ortsvorsteher Björn Böhm kennt dieses Problem. Für ihn liegt dabei der Verantwortungsbereich bei den Maltesern, die "die Leerungszeiten definitiv überdenken sollten". Ein Vorteil: Die Kleidung verschwindet sofort. So schreibt Nina Schauerte, Referentin für Kommunikation, Marketing und PR, im Namen der Malteser: "Es gab im Oktober 2025 mehrere Überfüllungsmeldungen an uns zu unserem Standplatz in Künzell-Engelhelms. Wir haben jeweils umgehend reagiert und unseren Partner FWS verständigt, der dann die Leerung übernommen hat."

"Für die Überfüllungen gibt es aus unserer Sicht zwei Erklärungen: Zum einen gibt es im Herbst, saisonal bedingt, ein erhöhtes Altkleideraufkommen – viele Menschen misten sommerliche Kleidung aus. Zum anderen herrschte und herrscht noch immer eine Krise der Marktpreise, wodurch viele Sammler ihre Container abgezogen haben - und daher das Volumen bei den verbliebenen Containern stieg", so Schauerte gegenüber O|N.

Containerzahl erhöhen und wirtschaftliche Grundlage der Altkleidersammlung verbessern

Am Dienstagabend meldete sich die Organisation erneut bei unserer Redaktion – und präsentierte verschiedene Lösungsansätze. Die Organisation will das Problem lösen, indem die Containeranzahl wieder erhöht und die wirtschaftliche Grundlage der Altkleidersammlung verbessert wird. Dadurch sinkt das Volumen pro Container – und Ablagerungen von Säcken oder Textilien sollten deutlich zurückgehen.

Konkret hieß es: "Die Marktpreise des Europäischen Wirtschaftsdienstes steigen seit Februar und auch jetzt im April leicht, und das Bundesumweltministerium hat den Entwurf für ein Textilgesetz mit Hersteller-/Konsumentenfinanzierung für Sammlung und Sortierung vorgestellt. Beides lässt hoffen, dass die finanzielle Basis der Altkleidersammlung in Deutschland mittelfristig wieder besser wird, und dass daher auch wieder mehr Container für die Altkleiderspenden aufgestellt werden - bis hin zu dem im Textilgesetz genannten Sollwert von einem Container pro 1.000 Einwohner. Dann sinkt die Volumenbelastung pro Container, und Ablagerungen von Säcken und losen Textilien sollten aufhören."

Mit den steigenden Marktpreisen und dem geplanten Textilgesetz könnte sich die Lage schon bald spürbar entspannen – und Engelhelms darf darauf hoffen, dass überfüllte Kleiderboxen bald der Vergangenheit angehören. (mis) +++

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