Nach tausenden O|N-Kommentaren
Staat, Ölkonzerne, Tankstellen: Wer verdient wirklich an der Spritpreis-Explosion
Symbolfotos: O|N / Moritz Bindewald
14.04.2026 / REGION -
Die Preise an den Zapfsäulen sind in den vergangenen Wochen rasant angestiegen - und mit ihnen die Belastung für Millionen Autofahrer. Doch hinter den hohen Kosten steckt ein komplexes System, das enorme Geldströme verschiebt. Während viele Haushalte unter Druck geraten, profitieren einige Akteure deutlich.
Auslöser ist vor allem der stark gestiegene Ölpreis. Mehrere globale Krisen - zuletzt der Konflikt im Nahen Osten - haben den Markt unter Druck gesetzt. Rohöl, das sonst oft zwischen 60 und 70 Dollar pro Barrel gehandelt wird, kostet inzwischen deutlich über 100 Dollar. Da Benzin und Diesel direkt aus Rohöl gewonnen werden, schlagen diese Preissteigerungen unmittelbar auf die Verbraucher durch.
Ölkonzerne und Investoren profitieren massiv
Die großen Energieunternehmen gehören zu den Hauptgewinnern. Steigende Preise bedeuten für sie höhere Einnahmen - und das in Milliardenhöhe. In Krisenzeiten wachsen die Gewinne besonders stark, weil Verbraucher und Unternehmen weiterhin auf Kraftstoffe angewiesen sind.Staat kassiert - aber nur kurzfristig
Auch der Staat nimmt durch die steigenden Preise mehr Geld ein. Der Grund liegt im Steuersystem: Auf Kraftstoffe werden Energie- und CO₂-Steuern erhoben, zusätzlich fällt Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis an. Steigt der Preis, steigen automatisch auch die Einnahmen.Verbraucher zahlen die Zeche
Am stärksten betroffen sind die Verbraucher. Besonders Menschen mit geringem Einkommen leiden unter den steigenden Preisen, da sie einen größeren Teil ihres Budgets für Energie ausgeben müssen. Gleichzeitig haben sie kaum Möglichkeiten, ihren Verbrauch kurzfristig zu reduzieren. (Constantin von Butler) +++