Zweiwöchige Bauarbeiten beendet

Chaos vorbei: Nach Bus-Ärger rollt die Bahn zwischen Hanau und Fulda wieder

Erleichterung bei zahlreichen Pendlern: Nach gut zwei Wochen Stillstand rollt der Bahnverkehr zwischen Hanau und Fulda seit der Nacht zum Montag wieder planmäßig.
Symbolfoto: O|N/Rene Kunze

13.04.2026 / REGION - Erleichterung bei zahlreichen Pendlern: Nach gut zwei Wochen Stillstand rollt der Bahnverkehr zwischen Hanau und Fulda seit der Nacht zum Montag wieder planmäßig. Die Zeit des Schienenersatzverkehrs ist damit vorbei – sehr zur Erleichterung vieler Reisender.



Während der Osterferien kam es auf der Bahnstrecke zu einer zweiwöchigen Vollsperrung. Grund waren umfangreiche Bauarbeiten für den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Hanau und Gelnhausen. "Die Arbeiten sollen langfristig für mehr Kapazität und einen stabileren Fahrplan sorgen", hieß es im Vorfeld von der Deutschen Bahn.

Für die Zeit der Bauarbeiten richtete die Bahn einen umfangreichen Ersatzverkehr mit Bussen ein, der allerdings zu weiteren Problemen führte. So kam es unter anderem zu überfüllten Bussen und Fahrgästen, die nicht mitgenommen werden konnten.. Ein OSTHESSEN|NEWS-Leser beschwerte sich außerdem über fehlende Verbindungen, fehlende Informationen vor Ort und in der App und fehlende Sicherheit. "Die Bauarbeiten wurden am Montag wie geplant abgeschlossen und der Regelbetrieb wieder aufgenommen", teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage von O|N mit.

Zahlreiche Baumaßnahmen und Berücksichtigung der Probleme

Die Osterferien nutzte die Deutsche Bahn intensiv, um entlang der vielbefahrenen Strecke im Kinzigtal gleich mehrere Großprojekte zu bündeln. Im nördlichen Abschnitt rückten schwere Maschinen an, um Schotter zu reinigen, Gleise zu erneuern und den Untergrund für die geplante Korridorsanierung zu untersuchen. Diese steht ab August 2027 an und wird mehrere Monate dauern. Auch an den Bahnhöfen tat sich einiges: In Schlüchtern ersetzt ein neues Vordach die bisherige provisorische Überdachung am Mittelbahnsteig. Die Unterführung erhält neue Beleuchtung und einen frischen Anstrich – Arbeiten, die auch nach der Streckenfreigabe weiterlaufen.

Ein besonders sichtbarer Meilenstein war der Abriss der Wirtschaftsbrücke "Am Bruchweg" in Gelnhausen. Die Bauteams zerlegten die Konstruktion in Einzelteile und hoben sie mit einem Kran aus. Parallel dazu verschwanden alte Lärmschutzwände, während im Bahnhof Wolfgang gleich sieben Weichen erneuert wurden. Die Gemeinde Rodenbach nutzte die Sperrung ebenfalls: Eine baufällige Personenüberführung wurde durch ein barrierefreies Provisorium ersetzt.

Um die Einschränkungen für Reisende möglichst gering zu halten, bündelte die Bahn die Maßnahmen bewusst in der Ferienzeit. Dennoch war der Ersatzverkehr für viele eine Herausforderung. Laut Bahn wurden Rückmeldungen der Fahrgäste ernst genommen: Zusätzliche Busse und ein Buskoordinator in Hanau sollten die Lage entspannen.

Weitere Bauarbeiten werden folgen

Mit der Wiederaufnahme des Zugbetriebs geht auch ein weiterer Schritt nach vorn: Die Lahn-Kinzig-Bahn (RB46) fährt wieder zwischen Lieblos und Gelnhausen. Der Abschnitt wurde in den vergangenen zwei Jahren umfassend modernisiert – inklusive eines neuen barrierefreien Bahnsteigs.

Ganz ohne weitere Sperrungen wird es in den kommenden Jahren allerdings nicht gehen. Zwischen Nidda und Glauburg-Stockheim stehen 2026 erneute Gleiserneuerungen an, die bis Gelnhausen Auswirkungen haben werden. Für diesen Zeitraum ist wieder Ersatzverkehr geplant.

Für den Moment aber können Pendler durchatmen: Die Züge rollen wieder – und die Osterferien-Baustellen haben sichtbare Fortschritte gebracht. (mis) +++

Die Osterferien nutzte die Deutsche Bahn intensiv, um entlang der vielbefahrenen Strecke im Kinzigtal gleich mehrere Großprojekte zu bündeln.

Ganz ohne weitere Sperrungen wird es in den kommenden Jahren allerdings nicht gehen.

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