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Pilotenstreik legt Lufthansa lahm: Tausende Passagiere in Frankfurt betroffen

Streik legt Flugbetrieb lahm: Am Flughafen Frankfurt am Main drohen massive Ausfälle.
Symbolfotos: O|N / Marvin Myketin

13.04.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Am Frankfurter Flughafen droht zu Wochenbeginn erneut Chaos: Ein groß angelegter Pilotenstreik bei der Lufthansa trifft besonders das wichtigste Drehkreuz der Airline. Am Montag und Dienstag sollen zahlreiche Maschinen am Boden bleiben – und damit tausende Reisende ausbremsen.



Der Ausstand begann in der Nacht zu Montag und betrifft neben der Kernmarke auch Tochtergesellschaften wie Lufthansa Cargo, CityLine und teilweise Eurowings. Besonders in Frankfurt wird das aktuell deutlich spürbar, da hier ein Großteil der Verbindungen gebündelt ist.

Schon vor Streikbeginn liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Passagiere wurden umgebucht, alternative Routen organisiert oder auf Partner-Airlines verteilt. Dennoch ist klar: Der Flugplan wird massiv ausgedünnt. Vor allem Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt und München stehen im Fokus der Ausfälle.

Diese Flughäfen sind besonders betroffen

Die Auswirkungen des Streiks sind bundesweit spürbar – vor allem auf den wichtigen Inlandsrouten. In Hamburg fallen bereits am Montag zahlreiche Verbindungen aus: Betroffen sind jeweils zwölf Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie München. Am Dienstag verschärft sich die Lage weiter, dann sind zusätzlich 13 Verbindungen nach Frankfurt und erneut zwölf Flüge nach München gestrichen.

Auch am Hauptstadtflughafen in Berlin kommt es an beiden Tagen zu Ausfällen auf den zentralen Strecken von und nach Frankfurt und München. Ähnliche Einschränkungen gibt es in Stuttgart, wo mehrere Verbindungen zu den beiden Drehkreuzen gestrichen werden. Darüber hinaus müssen sich auch Reisende in Leipzig und Dresden auf Ausfälle einstellen.

Streit um Geld und Zukunft

Hintergrund des Streiks ist ein festgefahrener Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft sieht kaum Bewegung auf Arbeitgeberseite und fordert bessere Regelungen bei Gehalt und Altersversorgung. VC-Präsident Andreas Pinheiro erklärte gegenüber BILD: "Grund für diesen Aufruf ist ganz klar, dass wir in den letzten vier Wochen kein verhandlungsfähiges Angebot vom Arbeitgeber erhalten haben, was über eine Null hinausgeht."

Auch die Zukunft der Regionaltochter CityLine spielt eine zentrale Rolle. Diese soll perspektivisch durch eine neue Gesellschaft ersetzt werden. Die Piloten wollen in diesem Zuge bessere Bedingungen sichern.

Lufthansa kontert scharf

Die Airline weist die Forderungen zurück und spricht von überzogenen Erwartungen. Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete die Forderungen als unverhältnismäßig und kritisierte den Arbeitskampf deutlich. Aus Sicht des Unternehmens gehe es um eine massive Ausweitung bereits bestehender Leistungen.

Eine schnelle Lösung ist aktuell nicht in Sicht. Sollte es in den kommenden Tagen keine Annäherung geben, könnten weitere Streiks folgen. Für Reisende bedeutet das: Unsicherheit bleibt – vor allem in Frankfurt, wo sich die Auswirkungen besonders stark bündeln. (Constantin von Butler) +++

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