Die Großübung in Bildern

Wenn aus Theorie Praxis wird: THW-Nachwuchs trainiert für Katastrophenfälle

Das THW übt in der Gemeinde Hauneck den Ernstfall!
Fotos: Moritz Rös

13.04.2026 / BAD HERSFELD/HAUNECK - Blaulicht, Funkverkehr und konzentrierte Abläufe: Beim Katastrophenschutz-Wochenende der THW-Jugend wurde am Samstag deutlich, wie ernst es die Nachwuchshelfer mit ihrer Aufgabe nehmen. Rund um Bad Hersfeld und im benachbarten Hauneck trainierten sie realitätsnah den Ernstfall - mit komplexen Szenarien und viel Teamarbeit.



Nach einem gemeinsamen Start an der Sporthalle der Geistalschule ging es für die Gruppen am Samstag zur zentralen Übung nach Fischbach. Dort wartete eine Lage, die alles abverlangte: mehrere parallele Einsatzstellen, unterschiedliche Gefahrenlagen und die Notwendigkeit, schnell und abgestimmt zu handeln. Für die Jugendlichen bedeutete das vor allem eines - lernen durch Erleben.

Vielfältige Einsatzszenarien für den Nachwuchs

"An dem Wochenende nehmen ungefähr 100 Jugendliche und Betreuer teil", erklärte Tim Bauer, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Ortsverband Bad Hersfeld. Die Dimension des Wochenendes zeigt sich nicht nur in der Teilnehmerzahl, sondern auch in der Vielfalt der Aufgaben. Die jungen Einsatzkräfte wurden mit unterschiedlichsten Situationen konfrontiert - von technischen Hilfeleistungen bis hin zu Rettungseinsätzen unter erschwerten Bedingungen. Ziel ist es, Abläufe zu festigen und Sicherheit im Handeln zu gewinnen.

"Von Kellerbränden bis hin zu Tierrettungen wurden unterschiedliche Übungsszenarien erprobt. Die Großübung in Fischbach markiert den Höhepunkt des Übungswochenendes", so Bauer weiter.

Das große Highlight am Samstag

Gerade die Großübung stellte die Jugendlichen vor besondere Herausforderungen. Unter Zeitdruck mussten sie Entscheidungen treffen, sich untereinander abstimmen und Verantwortung übernehmen. Besonders wichtig: das Zusammenspiel verschiedener Organisationen, das im Ernstfall entscheidend ist. "Unter dem Motto Missglücktes Dorffest müssen alle Teilnehmer Hand in Hand verschiedene Einsätze von Personenrettung über Verkehrsunfälle bis hin zu einem brennenden Dorfgemeinschaftshaus abarbeiten", schilderte Bauer.

Dabei wurde deutlich, wie früh die Grundlagen für spätere Einsätze gelegt werden. Das Wochenende ist nicht nur Training, sondern auch Motivation für ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz. "Das Übungswochenende zeigt, wie essenziell die Nachwuchsarbeit im Ehrenamt ist. Sie ist ein wichtiges Element und sorgt dafür, dass man auch in der Zukunft auf gut ausgebildete ehrenamtliche Einsatzkräfte zurückgreifen kann", fasst es Bauer treffend zusammen.

Am Ende bleibt der Eindruck eines Wochenendes, das weit über eine Übung hinausgeht: Es ist ein Blick in die Zukunft des Katastrophenschutzes - getragen von engagierten jungen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. (Constantin von Butler) +++

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