Die Fledermäuse haben ausgeschlafen!

Der Milseburgtunnel ist wieder befahrbar - Bürgermeister-Trio grillt an

Ronny Günkel (Hilders) Claudia Brandes (Petersberg)und Markus Röder (Hofbieber)gaben den Milseburgtunnel wieder frei, nachdem die Fledermäuse ausgeflogen waren
O|N / Marvin Myketin

12.04.2026 / HILDERS - Frühlingsboten gibt es viele und fast alle (außer den Pollen) werden jedes Jahr aufs Neue freudig begrüßt. Eines dieser Highlights in unserer Region ist der Zeitpunkt, an dem die rund hundert Fledermäuse, die sich den Milseburgtunnel in den Wintermonaten zur Schlafstatt erkoren haben, wieder munter werden. Dann verlassen sie das dunkle Domizil. Und genau an diesem Samstag ist es wieder so weit: Der Milseburgtunnel wird für den Fahrradverkehr freigegeben.


Den Start für die Fahrradsaison quer durch die Rhön gaben in diesem Jahr das Bürgermeistertrio aus Peterberg, Hofbieber und Hilders. Claudia Brandes, Markus Röder und Ronny Günkel gaben ihrer Freude Ausdruck, dass damit die Verbindung der drei Kommunen wieder enger und komfortabler wird. "Die kulturelle Achse zwischen unseren Gemeinden funktioniert dann noch besser und wir können unsere Feste gemeinsam feiern", freute sich der Hilderser Bürgermeister.

Auf die Frage, welche der diversen heimischen Fledermausarten, die in den im Tunnel aufgehängten Schlafkästen überwintern, sie denn am liebsten hätten, konnte nur Markus Röder eine Präferenz nennen. "Ich finde die kleine Bartfledermaus am hübschesten", bekannte er. Fledermaus-Experte Stefan Zaenker hatte alles Wissenswerte über die Tunnelbewohner parat und konnte Antwort auf jede Frage geben.

Bürgermeister greifen zur Grillzange

Nach Begrüßungsworten der drei Bürgermeister griff das Trio zur Grillzange und versorgte die zahlreich erschienenen Radsportbegeisterten mit kostenlosen Würstchen und Getränken. Stolz sind alle drei Rathauschefs auf die hohe "Verkehrsauslastung": An der Zählstation am Milseburgtunnel wurden zuletzt rund 45.000 Radfahrer registriert. Besucherstärkster Tag war der 10. August 2025, an dem fast 1.000 Menschen vorbeifuhren. Im gesamten August 2025 wurden mehr als 10.000 Personen gezählt. Das zeige den touristischen Wert des Milseburgradwegs. Zugleich wird der Weg aber auch für den Alltagsverkehr immer wichtiger, da durchschnittlich jeden Tag mehr als 100 Radfahrerinnen und Radfahrer auf ihm unterwegs sind.

Die Anliegergemeinden hatten vor Jahren die Arbeitsgemeinschaft Milseburgradweg ins Leben gerufen, deren Geschäftsführung alle zwei Jahre wechselt. Sie ist dieses Jahr von Hilders auf Petersberg übergegangen. Die Vertreter der drei Gemeinden betonen, dass sie die Zusammenarbeit weiter erfolgreich fortsetzen wollen. Dazu haben sie sich einiges für dieses Jahr vorgenommen. Nach der Tunnelöffnung findet am 19. April das traditionelle Frühlingsfest am alten Bahnhof Bieberstein statt. Im Rahmen des kreisweiten Stadtradelns ist am 31. Mai eine Radtour mit dem ADFC vorgesehen. Außerdem steht nach 23 Jahren eine grundhafte Erneuerung des Radweges sowie der großen Bogenbrücken in Elters und Langenbieber an. Die Planungen hierfür sollen im Laufe des Jahres vorangetrieben werden.
Die AG hofft dabei auf Fördermittel vom Land Hessen und dem Landkreis Fulda. Die Bürgermeister freuen sich auf eine sonnige Radsaison und wünschen allzeit sichere Fahrt. (ci)+++

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