Herausforderungen und Belastungen

Dialog mit Kaya Kinkel: Kreisschülerrat fordert stärkere Investitionen in Bildung

Der Kreisschülerrat (KSR) Hersfeld-Rotenburg setzte seine landespolitische Dialogreihe mit einem Austausch mit der Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel (Die Grünen) fort.
Foto: KSR Hersfeld-Rotenburg

12.04.2026 / BAD HERSFELD - Der Kreisschülerrat (KSR) Hersfeld‑Rotenburg hat seine Gesprächsreihe mit Politikerinnen und Politikern fortgesetzt. Dieses Mal trafen sich die Schülervertreter mit der Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel (Die Grünen). Am Austausch nahmen Kreisschulsprecher Elias Philipp Herzog sowie Johanna Klöpfel, stellvertretende Kreisschulsprecherin der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld und KSR‑Delegierte, teil.



Thematisiert wurden zunächst die aktuellen Kürzungen der Landesregierung. Neben Einsparungen von rund 70 Millionen Euro bei den integrierten Gesamtschulen kritisierte der KSR insbesondere die Streichung des verbindlichen Unterrichtsangebots "Digitale Welt". "Die zunehmenden Kürzungen in der Bildungspolitik haben konkrete negative Auswirkungen vor Ort. Durch die Einsparungen fallen in unserem Landkreis rechnerisch etwa 3,5 Lehrstellen weg. Das ist fatal", erklärte Herzog. Zudem betonte der KSR die Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien. Diese ließen sich nicht durch Verbote, sondern nur durch gezielte Bildung lösen. Wer die Realität kenne, dürfe hier nicht sparen.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die psychischen Belastungen von Schülern. Der KSR kündigte hierzu eine Initiative an, um die Zahl der Schulsozialarbeiter sowie psychologische Unterstützungsangebote im ländlichen Raum auszubauen. "Es braucht mehr Offenheit und Entstigmatisierung, damit Schüler frühzeitig Hilfe suchen können", so Klöpfel und Herzog. Auch eine stärkere Sensibilisierung der Lehrkräfte sei notwendig.

Hinsichtlich der Problematik des Vandalismus an Schulen brachte der KSR zudem die Möglichkeit einer Videoüberwachung an ausgewiesenen Brennpunkten ins Gespräch. Abschließend bedankten sich Klöpfel und Herzog für den konstruktiven Austausch und betonte, auch künftig im engen Dialog mit Frau Kinkel bleiben zu wollen. (mis/pm) +++

X