Der Stadtpfarrer bei O|N
Stefan Buß: "Dem Wind trauen, im Sturm glauben."
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
18.04.2026 / FULDA -
Ein Gedanke. Eine Begegnung. Ein innerer Anstoß, etwas Gutes zu tun.
Im Sturm glauben - Doch unser Leben kennt nicht nur leichten Wind. Manchmal geraten wir in Stürme. Krankheit. Sorgen um die Familie. Unsicherheit in der Welt. Krisen in Kirche und Gesellschaft.
Der Sturm hört nicht sofort auf. Aber Jesus ist da. Das ist der Kern unseres Glaubens: Nicht dass es keine Stürme gibt. Sondern dass Gott mitten darin bei uns ist.
Im Sturm glauben heißt also: Nicht aufgeben. Nicht verzweifeln. Sondern darauf vertrauen, dass Gott stärker ist als das, was uns Angst macht.
Das Motto verbindet beides: Wind und Sturm. Der Wind steht für Gottes Geist, der uns führt. Der Sturm steht für die Herausforderungen des Lebens. Der Glaube wächst genau dort, wo beides zusammenkommt. Wo wir lernen, Gott zu vertrauen – nicht nur in ruhigen Zeiten, sondern gerade dann, wenn es schwierig wird.
Die Spiritualität der Schönstatt-Bewegung lädt uns ein, unser Leben bewusst in Gottes Hände zu legen und mit der von Josef Kentenich oft zitierten Haltung zu leben: Gott wirkt in den Ereignissen unseres Alltags.
Vielleicht können wir uns heute fragen:
- Wo spüre ich den Wind Gottes in meinem Leben?
- Wo erlebe ich gerade einen Sturm?
- Kann ich Gott auch dort vertrauen?
Glaube bedeutet nicht, alle Antworten zu haben. Glaube bedeutet, mit Gott unterwegs zu sein.
Wie ein Segelschiff: Es kann den Wind nicht machen. Aber es kann die Segel setzen. Auch wir können die Segel setzen: durch Gebet, durch Vertrauen, durch kleine Schritte der Liebe.
Das Motto "Dem Wind trauen, im Sturm glauben" ist eigentlich eine Einladung: Leben wir mit offenem Herzen für Gottes Geist – und mit mutigem Glauben in den Stürmen unseres Lebens.
Denn wir sind nicht allein unterwegs. Gott geht mit uns. Heute. Morgen. Und durch alle Stürme hindurch. (Stefan Buß)+++