Anpacken, gestalten und verändern!
Vom Stadion in die Kommunalpolitik: Patrick Schaaf engagiert sich am Dorf
Patrick Schaaf ist bekannt als ehemaliger Spieler und Sportdirektor der SG Barockstadt – nun beginnt ein neues Kapitel in der Kommunalpolitik.
Fotos: Victor Brühl
13.04.2026 / LAUTERTAL -
Viele Sportbegeisterte der Region werden ihn schon kennen: Patrick Schaaf. Der 36-Jährige war jahrelang als Stammspieler der SG Barockstadt aktiv und ist nach seiner Spielerkarriere nun als Sportdirektor des Vereins aus Fulda eingesetzt. Die Barockstadt-Ikone ist aber auch abseits des Vereins aktiv, nämlich politisch im Lautertaler Gemeinderat und im Ortsbeirat in Engelrod im Vogelsbergkreis.
Der Fußballer ist zur Kommunalwahl angetreten und hat jetzt sein erstes politisches Amt in Lautertal: als Gemeindevertreter für die SPD, Mitglied der Partei ist er aber nicht. Auch in seinem Heimatdorf Engelrod engagiert sich Schaaf seitdem zum ersten Mal politisch – eine besondere und vor allem neue Aufgabe.
Der Weg in die Kommunalpolitik
Vor drei Jahren kehrte der Fußballer wieder in seinen Heimatort Engelrod zurück und wurde vor der Kommunalwahl vom Bürgermeister der Gemeinde Lautertal angesprochen, ob er sich denn nicht auch engagieren wolle. "Ich bin in keiner Partei aktiv, habe aber die Programme gelesen und konnte mich mit den Themen der SPD gut identifizieren und habe mich dementsprechend auf die Liste schreiben lassen", erklärte Schaaf.
In den kommenden Monaten stehen in der Gemeinde einige Themen an, die auch ihn persönlich als Familienvater beschäftigen. "Es soll ein neuer Kindergarten gebaut werden, aber auch Elektromobilität sowie Pläne hinsichtlich betreuten Wohnens stehen auf der Agenda", so der zweifache Familienvater im O|N-Gespräch. Es steht also einiges auf dem Plan und Langeweile gehört definitiv nicht dazu – auch wenn der Umfang der Gemeinde mit sieben kleinen Ortsteilen und über 2.000 Einwohnern doch recht überschaubar bleibt.
Patrick Schaaf will anpacken, gestalten und verändern
Bei der sehr wichtigen kommunalpolitischen Arbeit hat der ehemalige SGB-Spieler eine klare Haltung. "Wenn sich etwas verändern soll, dann muss man auch anpacken", gibt Schaaf zu verstehen. Insbesondere in kleineren Gemeinden seien starker Zusammenhalt und vor allem Zusammenarbeit ein wichtiger Baustein für ein gutes Miteinander. Das gelte insbesondere dann, wenn es sich dabei um den Ort handelt, mit dem man selbst großgeworden ist. Die ganze Familie von Patrick Schaaf lebt in Engelrod und aus diesem Grund war es ihm auch besonders wichtig, sich vor Ort zu engagieren.
"Mein Anspruch ist es, zu gestalten und Dinge zu verändern", betonte Patrick Schaaf. Natürlich kenne man ihn im Dorf aus den Medien, vom Fußball und vor allem auch von früher. Doch all das sei nicht so wichtig, wenn man auf die kommenden Aufgaben blickt. "Man wird daran gemessen, was man geschafft hat", verdeutlichte der frischgebackene Kommunalpolitiker und verwies darauf, dass er gespannt auf seine neuen Aufgaben sei.
Fokus auf Diskurs mit den Bürgern
Vor allem auf kommunaler Ebene kommt es relativ oft zu Reibereien zwischen Bürgern und den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern. Um dem entgegenzutreten, sei nach Ansicht von Schaaf insbesondere ein realitätsnaher und lösungsorientierter Umgang mit Problemen von größter Wichtigkeit. "Natürlich knirscht es dann auch mal, aber man sollte bei all dem Rechts-und-Links-Denken und zum Wohle der Allgemeinheit Entscheidungen treffen", stellte Patrick Schaaf heraus. Auch sollte im Vordergrund stehen, jede Meinung anzuhören und auch zu akzeptieren.
Eine weiterführende politische Karriere in der Landespolitik sei bisher nicht geplant. Aktuell liege der Fokus zunächst bei Engelrod und Lautertal, auch wenn er ein wenig scherzhaft hinzufügte, dass er für ein Angebot aus dieser Richtung auch offen sei. Mit Familie, den Aufgaben als Sportdirektor bei der SG Barockstadt und mit der Arbeit in der Kommune hat der Allrounder aber auch so schon einiges zu tun. (Philipp Gerhard) +++