Im Alter von 95 Jahren
Ehemaliger Post-Minister Christian Schwarz-Schilling ist tot
Archivfoto: Christian P. Stadtfeld
07.04.2026 / BÜDINGEN -
Der ehemalige Bundesminister Christian Schwarz-Schilling ist am Ostermontag im Alter von 95 Jahren in seinem Wohnort Büdingen (Wetterau) gestorben. Der in Österreich geborene Politiker war von 1982 bis 1992 Bundesminister für Post- und Fernmeldewesen im Kabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl.
"Mit Schwarz-Schilling verlieren wir einen großen Demokraten, einen Mann der klaren Haltung", erklärte die CDU gegenüber hessenschau. Er habe "die Modernisierung unseres Landes entscheidend geprägt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt".
Ministerpräsident Rhein in Trauer
Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat tief betroffen auf den Tod des früheren Bundesministers und Trägers der Wilhelm-Leuschner-Medaille, Dr. Christian Schwarz-Schilling, reagiert und dessen außerordentliche Verdienste für die Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Der Regierungschef sagte am Dienstag: "Christian Schwarz-Schilling war eine prägende Stimme der Demokratie. Als engagierter Europäer hat er sich unermüdlich für die europäische Einigungsidee eingesetzt und dabei vor allem die wirtschaftlichen Probleme des Mittelstandes, die Liberalisierung der Telekommunikation und die Menschenrechte für die bosnische Bevölkerung zu seinem Anliegen gemacht."Michael Brand würdigt außergewöhnliche Persönlichkeit
Zum Tod von Christian Schwarz-Schilling erklärt der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU): "Mit Christian Schwarz-Schilling verliert unser Land eine außergewöhnliche Persönlichkeit, einen Charakterkopf, durchsetzungsstark und bis ins hohe Alter hochmotiviert, mit vielen Facetten und Sensibilität. Als Unternehmer, Politiker, Diplomat, internationaler Streitschlichter und feiner Mensch hat er unser Land mitgeprägt."