Bund und Länder müssen entscheiden
EVG fordert Ticket-Rabatte: Menschen von Rekord-Spritpreisen entlasten
Symbolfoto: O|N/Rene Kunze
07.04.2026 / REGION -
Passend zu den aktuellen Osterfeiertagen teilte die Deutsche Bahn mit, dass immer mehr Menschen mit der Bahn fahren. Das liegt vor allem am derzeitigen Irankrieg und den damit steigenden Spritpreisen in Deutschland. Um Verbraucher auch abseits der Feiertage von hohen Spritpreisen zu entlasten, setzt Martin Burkert, Chef der Eisenbahngewerkschaft EVG, auch weiterhin auf die Schiene. So sollen das Deutschlandticket und Bahn-Fernfahrten günstiger werden.
Wie OSTHESSEN|NEWS berichtete, erlebten Autofahrer an deutschen Tankstellen an den Osterfeiertagen einen beispiellosen Preisanstieg – und nirgendwo tritt das so deutlich zutage wie in Eschborn (Main-Taunus-Kreis). Dabei könnte ein günstigeres Bahnticket eine wahre Rettung für viele Pendler und Reisende darstellen.
Bund und Länder entscheiden über den Rabatt
Aktuell ist noch nichts entschieden. Sollten sich Bund und Länder aber entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket zur Verfügung zu stellen. Dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. So geben Bund und Länder pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket.Je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sind deutliche Preisunterschiede der Tickets im Fernverkehr zu erkennen. Das genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent ebenfalls sehr unterschiedlich. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln.