Die Aufholjagd kann beginnen

Handball: Die MT Melsungen empfängt am Dienstag Fredericia HK

Timo Kastening von MT Melsungen
Foto: Käsler/MT

05.04.2026 / MELSUNGEN - Um das Viertelfinale der European League zu erreichen, muss Handball-Bundesligist MT Melsungen am Dienstagabend eine amtliche Aufholjagd starten. Das Hinspiel in Dänemark vor einer Woche verlor der nordhessische Handball-Bundesligist 29:35. Somit hat die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo mindestens sechs Tore gutzumachen. Anders als in früheren Jahren spielt es keine Rolle, wer auswärts mehr Treffer erzielt hat.


Das heißt: Endet die Partie mit sechs Toren Vorsprung für die MT, geht es nach den 60 Minuten direkt ins Siebenmeter-Werfen. Gewinnen die Nordhessen mit sieben oder mehr Toren, ziehen sie ins Viertelfinale ein. Bei jedem anderen Ergebnis verabschiedet sich die MT für diese Saison aus der European League. Kein Wunder, dass Kapitän Timo Kastening die Begegnung als ein Alles-oder-nichts-Spiel bezeichnet.

Und apropos: Kastening und seine Teamkollegen benötigen tatsächlich ein kleines Handballwunder. Aber hey, schon Katja Ebstein war überzeugt, dass es Wunder immer wieder gibt, Michael Patrick Kelly singt von Wundern, die er überall auf der Welt sieht, und bei Zarah Leander hörte es sich Anfang der 1940er-Jahre so an: "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n." Die genannten Interpreten werden wohl nicht an Handball gedacht haben, als kleiner Mutmacher können die Lieder aber allemal herhalten.

Sei’s drum. Kastening sendet eine deutliche Botschaft. Sie hätten sich in Fredericia wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und viel Kredit verspielt, sagt der Rechtsaußen: "Aber jetzt brauchen wir erst recht unsere Fans. Wir werden uns zerreißen, um ins Viertelfinale zu kommen." Die Aufholjagd kann beginnen. (pm/hhb) +++

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