Kraftstoffabhängige Branchen entlasten
Energiepreise: Hessische Fachverbände fordern bundesweiten Schulterschluss
Symbolfoto: ON/Rene Kunze
05.04.2026 / REGION -
Die wirtschaftliche Lage vieler Verkehrs- und Logistikunternehmen in Deutschland ist alarmierend und verschärft sich weiter. Angesichts anhaltend hoher Kraftstoffkosten rufen die Fachverbände PkwVerkehr und Omnibusverkehr Hessen alle relevanten Bundesorganisationen und Branchenvertretungen zu einem koordinierten gemeinsamen Vorgehen auf.
Taxi- und Mietwagenunternehmen, Betriebe der Krankenbeförderung, Omnibusunternehmen, Speditionen, der Güterverkehr, Paket- und Kurierdienste sowie landwirtschaftliche Betriebe sichern täglich die Mobilität und Versorgung im Land. Diese für die Infrastruktur unverzichtbaren Branchen geraten zunehmend unter erheblichen wirtschaftlichen Druck.
Aus Sicht der Fachverbände sei es nicht akzeptabel, dass der Staat von steigenden Energiepreisen profitiert, während besonders betroffene Unternehmen zunehmend in wirtschaftliche Schieflage geraten. In einer Pressemitteilung heißt es: "Mehr als die Hälfte des Kraftstoffpreises entfällt auf Steuern. Die zusätzlichen Einnahmen, die durch die massiv gestiegenen Kraftstoffpreise entstehen, müssen direkt und gezielt an die betroffenen Unternehmen zurückgeführt werden.
Die Maßnahmen der Bundesregierung reichen aus Sicht der Fachverbände nicht aus. Weder die Regulierung der Spritpreise, bei der Mineralölunternehmen nur einmal täglich die Preise erhöhen dürfen, noch die angekündigten Anpassungen von Pendlerpauschale und Kfz-Steuer werden den betroffenen Unternehmen eine spürbare Entlastung verschaffen.
Erforderlich sind kurzfristig wirksame und gezielte Maßnahmen, die die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Betriebe sichern. Andernfalls drohen tiefgreifende Auswirkungen auf zentrale Bereiche von Mobilität und Versorgung."
Vor diesem Hintergrund halten die Fachverbände ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen aller betroffenen Branchen für dringend geboten. "Wir brauchen kein Gießkannenprinzip, sondern gezielte Unterstützung für von der Spritpreiskrise gebeutelte Branchen, die schlicht auf bezahlbare Kraftstoffe angewiesen sind, um ihre unternehmerische Existenz zu sichern – nur gemeinsam lässt sich der politische Druck erzeugen, der dafür nötig ist", so Hörning abschließend. (nia/pm) +++
Symbolfoto: ON/Hans-Hubertus Braune
Symbolfoto: ON/Moritz Bindewald