Poseck dankt Einsatzkräften

Autoraser im Fokus: Die länderübergreifende Bilanz des "Carfreitag"

Die Hessenbilanz des "Carfreitag" zeigt: Rasen ist ein starkes Problem im Straßenverkehr
Fotos: Rene Kunze

05.04.2026 / REGION - Der Karfreitag hat sich in den letzten Jahren bei Autoliebhabern, insbesondere unter Tunern, als "Carfreitag" etabliert - ein fest eingeplanter Termin für Treffen und gemeinsame Ausfahrten. Doch dieser Tag zieht auch immer wieder problematische und gefährliche Verhaltensweisen nach sich, wie illegales Tuning, lärmendes "Autoposing" und sogar Raserei sowie illegale Autorennen.



Um solchen Exzessen entgegenzuwirken, geht die hessische Polizei seit Jahren konsequent vor. Inzwischen ist der "Carfreitag" ein bundesweiter Kontrolltag geworden. Für diese Kontrollen setzt die hessische Polizei hochspezialisiertes Personal und moderne digitale Videotechnik ein. In den sieben hessischen Polizeipräsidien, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, kamen rund um den "Carfreitag" 237 Einsatzkräfte zum Einsatz.

Ordnungswidrigkeiten im vierstelligen Bereich

Die durchgeführten Maßnahmen beinhalteten unter anderem zahlreiche Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Punkten sowie gezielte Fahrzeugkontrollen. Auch Zivilkräfte und Tuning-Spezialisten waren im Einsatz. Insgesamt wurden in Hessen 936 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 36 Straftaten und 1266 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, und in 21 Fällen wurde den Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt.

Als negativer Spitzenreiter wurde ein Pkw festgestellt, der bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h mit 208 km/h auf einer Bundesautobahn außerhalb geschlossener Ortschaften gemessen wurde. Landesweite Konzeption zum Einsatz gegen gefährliches Rasen In Hessen liegt ein besonderes Augenmerk auf der Bekämpfung von gefährlichem Rasen und illegalen Autorennen.

Hierfür wurden spezialisierte Kontrollgruppen aufgestellt, die auch neue zivile Videostreifenfahrzeuge einsetzen, um riskantes Fahrverhalten und illegale Rennen zu dokumentieren und zu verfolgen. Im letzten Jahr wurden in Hessen 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen gemäß § 315 d StGB aufgenommen, 2024 waren es 267 Anzeigen.

Das Ziel: Hessens Straßen so sicher wie möglich machen

"Raser und Profilierungsfahrer sind eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit auf unseren Straßen. Mit ihrem rücksichtslosen und egoistischen Fahrstil gefährden sie andere Verkehrsteilnehmer teilweise sogar lebensbedrohlich", erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck. Illegale Autorennen seien zudem keine Bagatellen, sondern Straftaten mit hohem Risiko für Unbeteiligte. Umso entscheidender sei laut Poseck ein konsequentes Handeln der Polizei.

Im vergangenen Jahr habe die hessische Polizei nach Angaben des Innenministers 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen aufgenommen und damit über 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2024. Die Polizei gehe konsequent gegen Kraftfahrzeugrennen vor. Immer mehr dieser gefährlichen Taten würden entdeckt und verfolgt.

"Wir werden den Kontrolldruck hochhalten. Unser klares Ziel ist es, Hessens Straßen für alle Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich zu machen", betonte Roman Poseck. Ein besonderer Dank des Ministers galt zudem den vielen hundert Einsatzkräften der Polizei, die tagtäglich mit erheblichem Engagement für die Sicherheit auf unseren Straßen sorgen. "Ihre Arbeit ist unverzichtbar für die Verkehrssicherheit in unserem Land," erklärte Poseck abschließend. (pg/pm) +++

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