Carfreitag voller Kontrollen: Polizei stoppt Raser, Poser und Waffenbesitz
Die Polizei in Fulda hat am Carfreitag zahlreiche Verstöße – von zu hoher Geschwindigkeit über technische Mängel bis hin zu Waffenfunden – festgestellt und deshalb den gesamten Tag über verstärkt kontrolliert, um gefährliches Verhalten frühzeitig zu stoppen.
Fotos: Rene Kunze
04.04.2026 / FULDA -Unangepasste Geschwindigkeit, technische Vergehen am Fahrzeug und Verstöße gegen das Waffengesetz - all das und mehr ist bei der Polizeikontrolle am "Carfreitag" den Beamten in Fulda aufgefallen. Was als friedliches Hobbytreffen begann, entwickelte sich schnell zu einem Problem. Ursprünglich war der Carfreitag ein Treffpunkt für Auto- und Tuning-Fans. Später kam es immer häufiger zu illegalen Rennen, gefährlichen Umbauten und lautem Autoposing. Um dem entgegenzuwirken, führt die Polizei am Karfreitag vermehrte Kontrollen durch.
Früher versammelten sich die Auto- und Tuning-Fans am Karfreitag auf Parkplätzen oder ausgewiesenen Plätzen, um ihre Fahrzeuge zu zeigen, sich auszutauschen und gemeinsam ihrer Leidenschaft nachzugehen. Was als friedliches Hobbytreffen begann, entwickelte sich jedoch in vielen Regionen zum Problem. Genau deshalb ist der Carfreitag nicht nur ein Szenetreffen, sondern auch ein bundesweiter Kontrolltag der Polizei - um Sicherheit zu gewährleisten und riskantes Verhalten frühzeitig zu stoppen.
So führten die Beamten auch am diesjährigen Karfreitag 2026 wieder zahlreiche Kontrollen durch. "Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, die Störung der Feiertagsruhe zu unterbinden, technisch manipulierte Fahrzeuge zu untersuchen und aus dem Verkehr zu ziehen sowie das Fehlverhalten konsequent zur Anzeige zu bringen. Selbstverständlich rückt auch die Verkehrssicherheit in den Fokus", erklärte Einsatzleiter Hotze vom Polizeipräsidium Osthessen im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.
Geschwindigkeitsverstöße, technische Vergehen und Waffenfund
In den letzten Jahren habe es vermehrt Beschwerden in der Fuldaer Lindenstraße in Bezug auf Auto-Poser und gefährliche Fahrmanöver gegeben. "Deshalb haben wir uns dazu entschieden, hier eine Kontrollstelle einzurichten. Dabei wird auch ein Geschwindigkeitsmessgerät genutzt", so der Einsatzleiter.
Seit etwa 15:30 Uhr waren die Beamten im Einsatz und bereits zwei Stunden später können sie zahlreiche Strafen benennen. "Wir haben bisher 22 Geschwindigkeitsverstöße dokumentiert. Außerdem sind technische Vergehen und eine ungültige Fahrzeug-Zulassung aufgefallen. Für Letzteres muss ein Beweissicherungsgutachten erstellt werden. Auch Verstöße gegen das Waffengesetz sind aufgefallen. So fanden wir unter anderem zwei Messer und ein Pfefferspray", schilderte Hotze die Einsatzlage am frühen Freitagabend.
Die Polizei setzte ihre Maßnahmen auch im Verlauf des Abends fort - mit weiteren Kontrollen, um mögliche Verstöße frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit im Stadtgebiet weiterhin zu gewährleisten. (mis) +++