Entbürokratisierungsminister alarmiert

Treppen-Skandal jetzt Chefsache! Pentz: "Dschungel weltfremder Standards"

Diese Treppe in einer Grundschule in Frankfurt am Main beschäftigt jetzt das Ministerium von Entbürokratisierungsminister Pentz in Wiesbaden.
Foto: frauenhofschule.de

04.04.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Der Treppen-Irrsinn in einer Grundschule in Frankfurt am Main beschäftigt jetzt auch die Hessische Landesregierung! Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz (CDU) erklärt auf OSTHESSEN|NEWS-Nachfrage: "Was wir hier erleben, ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut gemeinte Regeln in der Praxis aus dem Ruder laufen können."



Was ist passiert? In der Main-Metropole ist Fachleuten jetzt aufgefallen, dass das 121 Jahre alte Treppengeländer in der Frauenhofschule sieben Zentimeter zu niedrig ist. Ein Sicherheitsdienst muss die Treppe nun beschwachen und aufpassen, dass nichts passiert. Die Kosten pro Monat: rund 55.000 Euro. Eine Norm sagt, dass die Treppe eine Höhe von 1,10 Meter haben muss. Tatsächlich ist es aber nur 1,03 Meter hoch. OSTHESSEN|NEWS hat darüber bereits berichtet.

"Sicherheit in Schulen hat selbstverständlich höchste Priorität – aber wir verlieren uns in einem Dschungel weltfremder technischer Standards", sagt Staatsminister Pentz und packt das Thema an: "Wir werden dieses Problem in Hessen mit dem Zweiten Bürokratieabbaugesetz angehen: Wir streichen gesetzliche Verweise auf solche Regelwerke und wollen mehr auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen vertrauen. So schaffen wir sinnvolle Lösungen – ohne unnötige Bürokratie."

Bleibt zu hoffen, dass dieses Gesetz schnell auf den Weg gebracht und damit der Bürokratie-Wahnsinn stärker eingedämmt wird. (cps) +++

\"Wir verlieren uns in einem Dschungel weltfremder technischer Standards\", sagt Staatsminister Pentz.
Foto: Hendrik Urbin

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