"Demokratie braucht Orte zum Mitmachen"
Neuer Schub für Beteiligung: Demokratiepartnerschaft wird fortgeführt
Foto: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
05.04.2026 / KREIS HEF-ROF -
Demokratie funktioniert nur, wenn Menschen sich einbringen, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Genau dafür schafft die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Hersfeld‑Rotenburg die passenden Räume: für Austausch, Beteiligung und gemeinsame Ideen für ein respektvolles, gewaltfreies und demokratisches Miteinander. Nun startet das gemeinsame Projekt von Landkreis und Stiftung Adam von Trott in eine neue Phase.
In der Partnerschaft für Demokratie arbeiten zivilgesellschaftliche Akteure, Verwaltung und Politik im Landkreis eng zusammen. Sie stärken demokratisches Miteinander, entwickeln Strategien zur Extremismusprävention und beraten über Projektanträge. "Das Programm gibt es in unserem Landkreis schon seit mittlerweile fünf Jahren", erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll und zeigt sich froh und stolz darüber, dass bereits viele Projekte darüber gefördert und realisiert werden konnten.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt: Neben Workshops für Schulklassen, Vortragsveranstaltungen, szenische Lesungen und Theateraufführungen wurden auch Demokratiefeste, Bildungsfahrten, Graffiti-Projekte für Kinder und Jugendliche sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, Verwaltungsmitarbeitende und bürgerschaftlich Engagierte gefördert.
Bis zu 6.000 Euro für Demokratieprojekte
Auch in diesem Jahr können Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen im Landkreis Fördermittel für Demokratieprojekte beantragen. Anträge sind laufend möglich. Gefördert werden Vorhaben mit bis zu 6.000 Euro.Im Jugendforum gestalten Jugendliche Demokratie
Ein besonderer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf dem Jugendforum. Seit Anfang des Jahres treffen sich dort junge Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet, um eigene Ideen zu entwickeln und Projekte von jungen Menschen für junge Menschen umzusetzen."Mit dem Jugendforum gehen wir einen wichtigen Schritt, um Jugendbeteiligung im Landkreis weiter zu stärken", sagt Marielena Wingenfeld, Sachgebietsleiterin im Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe und ergänzt: "Jugendliche sollen nicht nur zuhören, wenn über ihre Themen gesprochen wird. Sie sollen ihre Perspektiven einbringen, Ideen entwickeln und selbst Verantwortung übernehmen. Genau darin liegt der Wert echter Beteiligung."
"Wir sind an den Schulen bereits präsenter geworden", sagt Scheerin Alou von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie. "Dort fördern wir politische Bildungsprojekte und setzen Fortbildungs- und Vernetzungsangebote für Lehrkräfte um. Mit dem Jugendforum wollen wir junge Menschen jetzt noch direkter ansprechen. Sie sollen merken: Ich muss nicht nur zuhören – ich darf selbst mitgestalten. Und auch im Kita-Bereich wollen wir künftig stärker ansetzen, gemeinsam mit den Fachkräften."
"Die Partnerschaft für Demokratie ist damit weit mehr als eine Förderstruktur. Sie ist ein Netzwerk für Menschen und Institutionen, die sich im Landkreis für Zusammenhalt, Vielfalt und demokratische Teilhabe einsetzen", bringt Noll es auf den Punkt. (mis/pm) +++