Katholische Akademie des Bistums dabei
"Dialog statt Distanz": Fachtag setzt starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus
Fotos: Katholische Akademie | Bistum Fulda
04.04.2026 / FULDA/MARBURG -
Im März hat unter Beteiligung der Katholischen Akademie des Bistums Fulda in Marburg der Fachtag "Dialog statt Distanz" stattgefunden. Dabei wurde ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Offenheit und gegen rechte Tendenzen gesetzt. Die über 100 Fachkräfte aus der außerschulischen Jugendbildung sowie Kinder- und Jugendarbeit kamen aus ganz Hessen zusammen, um sich zu informieren, auszutauschen und gemeinsam Wege für mehr Vielfalt und gegen Rechtsextremismus zu entwickeln.
Organisiert wurde die Veranstaltung von acht Trägern der außerschulischen Jugendbildung Hessen, zu denen auch die Katholische Akademie des Bistums Fulda gehört. Finanziert wurde er durch das Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, das mit der Bezuschussung und der Teilnahme von Staatssekretärin Manuela Strube die Bedeutung dieses Themas unterstrich.
Zum Auftakt erläuterte Dr. Rainer Becker in seinem Fachvortrag zum Thema "Aufwachsen in autoritären Zeiten", wie rechtsradikale Einstellungen entstehen können. Politische Meinungen formen sich bei Jugendlichen nicht im luftleeren Raum; vielmehr werden sie durch Familie, Schule, Peers und (soziale) Medien beeinflusst. Er erläutert, dass es seit Jahrzehnten noch nie so einfach war, "rechts" zu sein, wie heute und fordert pädagogische Fachkräfte auf, junge Menschen auf ihrem Weg zur Mündigkeit und Befähigung zur Urteilskraft zu begleiten. Sichere Beziehungen zu demokratiestarken Erwachsenen seien in unsicheren Zeiten für Jugendliche essenziell. Daher sei es auch notwendig, die Jugendbildung und Jugendarbeit finanziell abzusichern und Regelstrukturen zu erhalten.
"Wir haben die Möglichkeit – und die Verantwortung –, dem entschieden entgegenzutreten"
Gunter Geiger, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums kommentiert: "Die Verschiebung von der gesellschaftlichen Mitte hin zu extremen Rändern ist kein unabwendbarer Lauf der Dinge. Wir haben die Möglichkeit – und die Verantwortung –, dem entschieden entgegenzutreten. Politische Bildung ist dabei unser stärkstes Werkzeug. Darum suchen wir aktiv den Kontakt zu jungen Menschen und sind beispielsweise vor den jüngsten Kommunalwahlen in Schulen gegangen und haben das komplexe Wahlverfahren erklärt."Geiger verwies in diesem Zusammenhang auch auf die extra zur Kommunalwahl entwickelte Broschüre in leichter Sprache der KEB. "Das alles zeigt, dass wir nicht passiv zuschauen, sondern bewusst die demokratische Urteilskraft junger Menschen stärken."