Wichtige Hilfe bei Einsätzen
Nach 25 Jahren ausgetauscht: Neue Drehleiter der Kreisstadt ist im Dienst
Foto: Stadt Bad Hersfeld
03.04.2026 / BAD HERSFELD - Bei etwa jedem zweiten Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld ist die Drehleiter mit dabei, um Brände zu löschen, Menschen zu retten und technische Hilfe zu leisten. Nach 25 Jahren ist das alte und verdiente Fahrzeug nun gegen ein neues – gegen die neue Drehleiter L32A-XS – getauscht worden.
Aufgebaut ist das Fahrzeug auf einem Mercedes Benz Atego 1630F. Die Drehleiter ist mittlerweile offiziell in den Dienst gestellt worden und ist bereits zu ihren ersten Einsätzen ausgerückt. Mit der neuen Drehleiter investiert die Kreisstadt Bad Hersfeld erneut stark in die Sicherheit ihrer Einwohnerinnen und Einwohner sowie in die Sicherheit des gesamten Landkreises. Denn nur die Freiwilligen Feuerwehren Bad Hersfeld und Rotenburg sowie die Werkfeuerwehr von K+S verfügen über ein Hubrettungsfahrzeug.
Rund 1.060.000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet, wovon rund 273.000 Euro durch das Land Hessen gefördert wurden. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sich mit 53.000 Euro beteiligt. Damit lagen mehr als zwei Drittel der Investitionskosten bei der Stadt Bad Hersfeld. Nach der europaweiten Ausschreibung ging der Auftrag für die neue Drehleiter an die Firma Rosenbauer am Standort Karlsruhe. Nur circa zwölf Monate vergingen von Bestellung bis zur Auslieferung im vergangenen November. Damit lag die Lieferzeit deutlich unter der anderer Feuerwehrfahrzeuge, welche aktuell eher bei zwei bis drei Jahren liegt.
Neue Drehleiter verfügt über technische Neuerungen
Zahlreiche technische Neuerungen verbessern künftig die Möglichkeiten und die Sicherheit im Einsatz. So können sich während eines Einsatzes nun fünf statt bisher drei Personen gleichzeitig im Rettungskorb befinden. Ein Gelenkteil an der Leiterspitze sorgt dafür, dass zum Beispiel Einsatzorte in engen Straßen besser erreicht werden können, weil weniger Platz benötigt wird. Des Weiteren gibt es deutlich verbesserte Möglichkeiten, Patienten bei medizinischen Notfällen zu transportieren, wenn diese etwa nicht über Treppen nach unten gebracht werden können. Nachdem das Fahrzeug im Karlsruher Werk abgeholt und die Multiplikatoren vor Ort geschult wurden, ging die Arbeit an der Feuerwache in Bad Hersfeld erst richtig los: Durch das Ausbilderteam wurden alle 24 Drehleitermaschinisten über 20 Stunden theoretisch und praktisch am neuen Fahrzeug geschult.