An der Alexander-von-Humboldt-Schule
"Kunst.Musik.Szene": Schulmotto mit verschiedensten Formen der Kunst
Fotos: Christina Lander
04.04.2026 / LAUTERBACH - Der große Abend für die Kunst, Kultur und alles, was damit zu tun hat, hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Alexander-von-Humboldt-Schule: Viele Familien und Freunde der Schülerinnen und Schüler nutzen diese große Schau, die fast im ganzen Schulhaus die verschiedensten Kunstformen vereint, um sich ein Bild aus dieser Facette der Bildungsarbeit an dem Lauterbacher Gymnasium zu machen.
Denn: "Talente, die eine Schule fördern müsse, seien nicht nur Mathe, Englisch und Deutsch, sondern auch Bühne, Klang, Bild und Ausdruck", betonte Schulleiterin Gitta Holloch in ihrer Eingangsrede. Sie freute sich über das große Interesse an den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
"Kunst.Musik.Szene"
Den Abend, der unter dem Motto "Kunst.Musik.Szene" das Jahresmotiv der Alexander-von-Humboldt-Schule "Heute schon die Welt gerettet ?" thematisierte, läutete – natürlich – Musik ein. Der Chor der Klasse 5 unter der Leitung von Birgit Witzel hatte einige Gute-Laune-Stücke mitgebracht, mit denen er die einzelnen Reden einrahmte. Den Auftakt machte Stefanie Michel. Die Fachsprecherin für Kunst zeichnet verantwortlich für den Abend der Kunst. Sie spannte den Bogen von der Kunst zur Rettung der Welt – oder zumindest von der Rettung kleiner Welten, die man jeden Tag vollbringen könne. Bei der thematischen Auseinandersetzung mit dem Motto seien die Schülerinnen und Schüler immer wieder auf Werte gestoßen, die auch für die Schule wichtig seien – Wertschätzung, Rücksichtnahme, Zusammengehörigkeit und Verantwortung machten die Welt besser und die einzelnen Menschen zu Alltagshelden. Michel dankte allen Mitwirkenden aus der Schulgemeinde, ohne die ein solcher Abend nicht möglich sei. Insbesondere Schulleiterin Gitta Holloch habe von Beginn an hinter dem Event gestanden, unterstrich Michel.Ort der Inspiration
"Hinter jedem Exponat, jedem Bühnenbild, jedem Musikstück und jeder Szene stehen viele Stunden Vorbereitung, Ideenreichtum und Leidenschaft", sagten die beiden Schulsprecherinnen Jada König und Antonia Milde. Sie luden alle Gäste ein, die Kunst der AvH zu entdecken und auch die kulinarischen Angebote der Abiturientinnen und Abiturienten nicht zu vernachlässigen.Auch in anderen Räumen spielte Wohnen eine große Rolle – das neue Jahrtausend gar wurde hier künstlerisch erobert. Die Kinder konnten sich selbst portraitieren, Krimi-Taschenlampenbilder zeigen oder interessante Projekte und Kunst zur Nachhaltigkeit entwickeln. Upcycling spielte hier eine große Rolle – zu Recht, denn die Möglichkeiten sind hier schier grenzenlos. Winterlandschaften, Forscherstationen in Extremlandschaften und Krimiszenen waren in den zur Galerie gewordenen Klassenräumen zu sehen, auch interessante Ansichten von Lauterbach. Im weiteren Verlauf gab es Studien zu Perspektive, Stillleben zu ökologischen Themen. Wie die Schülerinnen und Schüler sich den verschiedensten Techniken näherten, zeigten grafische oder filmische Werke, Arbeiten im Stil des Surrealismus, Fotografie, Collage, Kreidezeichnungen. Jeder Raum lud zum Staunen, Innehalten und Betrachten ein.
"So viel Kunst an einer Schule"
Dies galt auch für die anderen Kunstrichtungen: Viel Musik erklang an einzelnen Stellen: So erfreute u. a. auch die Band-AG unter der Leitung von Jörg Becker die Gäste. Tanzaufführungen standen auf dem Programm, genauso wie ganz viel Theater: kurze Szenen, Walk-through-Räume, Schwarzlichttheater und zwei jeweils dreißigminütige Darbietungen in der Aula. Die DS-Kurse der Qualifikationsphase unter der Leitung von Christa Lange führten Kafkas "Der Prozess" als hochaktuelle Inszenierung auf. Auch Ibsens "Der Volksfeind", bearbeitet und auf die Bühne gebracht von den DS-Kursen der Qualifikationsphase unter der Leitung von Thomas Zulauf, beeindruckte nicht zuletzt durch die nach wie vor hohe inhaltliche Relevanz. Die Aula selbst war zudem Bühne für eine spektakuläre Darbietung der Technik-AG: Sie präsentierte eine Light-Show mit Musik, die die Gäste begeisterte."So viel Kunst an einer Schule – das geht nur, wenn alle dahinterstehen", fasste Karsten Krämer, stellvertretender Schulleiter, zusammen. Wie die gesamte Schulgemeinde war er stolz auf diesen großen Abend, an dem alle Mitwirkenden sowie die Gäste ihre Freude hatten. (lu/pm) +++