Bürokratie-Irrsinn für 55.000 Euro im Monat

Geländer war 121 Jahre zu niedrig: Jetzt wird die Grundschultreppe bewacht

Bürokratie-Wahnsinn an einer Frankfurter Grundschule. Der Grund: Das Treppengeländer ist sieben Zentimeter zu niedrig und wir jetzt von Sicherheitsleuten bewacht.
Symbolbild: Pixabay

01.04.2026 / FRANKFURT AM MAIN - Was sich nach einem Aprilscherz anhört, ist leider keiner: In einer Grundschule in Frankfurt am Main werden derzeit Wachleute engagiert und bezahlt, um auf die Schüler beim Begehen der Schultreppe zu achten. Der Grund ist äußerst kurios: Nach 121 Jahren fiel auf, dass das Geländer sieben (!) Zentimeter zu niedrig ist.



Das Geländer ist derzeit 1,03 Meter in der Höhe – Vorgabe seien aber 1,10 Meter. Somit ist der Treppenlauf zu niedrig und muss erneuert und erhöht werden. Für den Überbrückungszeitraum ist nun ein privater Sicherheitsdienst beauftragt worden, der auf die Kinder aufpasst. Wie lange das dauert, ist unklar. Fakt ist aber: Diese Maßnahme kostet jede Menge Geld.

12 Wachleute im Einsatz

Zwischen 7:30 Uhr und 17 Uhr wird in der 1905 errichteten Frauenhofschule in Frankfurt ganz genau hingeschaut. Dafür sind zwölf Wachleute zuständig, die abwechselnd die aktuelle Treppe bewachen. Aktuell liegen die Kosten hierfür bei rund 13.700 Euro brutto pro Woche – eine gewaltige Summe.

Schulleiterin Slomaz Heidlindemann zeigt sich BILD gegenüber empört über die Maßnahme: "Die Situation ist absurd und macht mich wütend. Das ist eine Verkettung von Missmanagement und Planlosigkeit. Hier werden öffentliche Gelder verpulvert, während wir darum betteln müssen, dass endlich die Wände im Schulhaus gestrichen werden."

Unterm Strich bleibt: Ein sieben Zentimeter zu niedriges Geländer sorgt für zwölf Wachleute und knapp 55.000 Euro pro Monat – deutsche Bürokratie in Bestform, die auch überregional erneut zu Kopfschütteln führt. (pg) +++

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