Erfolgreiche Saison der TVA-Basketballer

Strahlende Gesichter bei den großen und den jüngeren Volcanos-Korbjägern

Nach langer Verletzungspause ein echter Unterschiedsspieler: Tamay Kaya
Fotos: goa

06.04.2026 / ALSFELD - Die Basketballer des TV Alsfeld waren im Sommer mit vier Mannschaften in die Saison gestartet. Neben dem als Meister des Vorjahres aufgestiegenen Männerteam traten auch drei Jugendmannschaften an. Auch wenn die U18 nach einigen Spielen zurückgezogen werden musste, zieht man bei den Volcanos nach vielen begeisternden Begegnungen eine rundherum zufriedene Bilanz und stellt in der U14 sogar inoffiziell den Bezirksmeister.



Das aus der Meistersaison erfolgsverwöhnte Flaggschiff Herrenmannschaft war sich zu Beginn der Spielzeit seiner Stärke bewusst und schielte durchaus selbstbewusst in Richtung eines erneuten Aufstiegs oder zumindest einer Platzierung in der oberen Tabellenregion. Seuchenartiges Verletzungspech prägte allerdings nicht nur die erste Phase, sondern zog sich fast bis zur Schlusssirene durch. Ständig wechselnde Aufstellungen erschwerten Verständnis und Spielfluss, aber Spielertrainer Bernd Miemelt und sein Co Andrej Leshchenkov wissen um eine große Stärke der Volcanos: "Mit Kampfgeist und Zusammenhalt haben wir gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt und dass die Teamchemie eine sehr gute ist", so Miemelt.

So konnten verdiente Siege eingefahren werden, das eine oder andere Spiel wurde allerdings auch verloren – unter anderem eine bittere Niederlage nach Halbzeitführung in Marburg. Kurzum: Für den großen Wurf nach ganz oben konnte es nicht reichen. Durch den guten Spirit im Team und die schrittweise Rückkehr der Verletzten zum Ende der Saison bekam die Bank eine zusätzliche Bedeutung als Stimmungsfaktor für die auf dem Feld Aktiven. Miemelt: "Da wurde klar erkennbar: In voller Besetzung haben die Volcanos eine starke Mannschaft mit einer sehr tiefen Bank. So kann man definitiv mit jeder Mannschaft aus der Liga mithalten!"

Einen klaren Beleg hierfür lieferte das letzte Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, den TV Dillenburg. Hier wurde zum ersten Mal in der Saison in fast voller Besetzung gespielt. Mit starkem Kampfgeist wurde ein deutlicher Rückstand aus dem ersten Viertel gedreht und in einen Sieg für die Volcanos umgewandelt. Den Abschluss der Saison besiegelte ein hart umkämpfter Auswärtssieg in Heskem und damit Platz 5 der Tabelle. "Auch wenn wir unser Saisonziel knapp verpasst haben, so haben wir doch als Team vorbildlich agiert und in jedem Spiel kämpferisch dagegengehalten. Es liegt insgesamt eine sehr turbulente Saison hinter uns, in der wir als Team weitergewachsen sind und wo wir uns von nichts haben unterkriegen lassen." Miemelt schaut nach vorn: "Es liegen definitiv spannende Monate vor uns. Ziel wird nun erst Recht sein, nächstes Jahr ganz oben mitzuspielen."

Bewältigter Umbruch in der U12

"Die U12 hatte vor der Saison einen Umbruch zu bewältigen", beschreibt Bernd Miemelt die schwierige personelle Ausgangssituation, weil etliche vorherige Spieler jahrgangsbedingt in die U14 wechseln mussten. Einige ehemalige U10-Spieler aus Brauerschwend stießen glücklicherweise hinzu, weil dort kein eigenes Angebot mehr bestand. Das junge Trainerduo Lucas Kaiser-Schröder und sein Co Cedric Röhrig formten aus dem nach wie vor kleinen Team zunehmend eine gewachsene Gemeinschaft, die sich über den Saisonverlauf mit guter Trainingsbeteiligung auch spielerisch steigerte. "Ein Verdienst der Trainer und des Zuspruchs der Eltern", so Miemelt. Mit einem Kantersieg gegen Laasphe / Wallau zündete das Team im letzten Spiel zu Hause noch ein imponierendes Punkte-Feuerwerk und beendete die Saison auf dem vierten Platz.

Finale Furioso in der U14

Zum Spiel- und damit dem Saisonende kannte die Begeisterung bei Spielern, Eltern und U14-Trainer Steffen Kaiser im letzten Heimspiel gegen Lich keine Grenzen. Die Volcanos sahen sich als Tabellenführer einem Gegner gegenüber, der mit einem Auswärtssieg den TVA unbedingt noch vom Platz an der Sonne vertreiben wollte. Nach einem hochspannenden Spiel mit einer knisternden Endphase hatten es die Alsfelder förmlich in letzter Minute doch noch geschafft, die Gästeführung zu drehen, mit einem Punkt in Führung zu gehen und den letzten Licher Angriff abzuwehren. Ein sichtlich bewegter Trainer wies im Gespräch mit ON darauf hin, dass es ihm beim Jugendcoaching auf viel mehr ankommt als Siege: "Die Jungs sollen lernen, mit Problemen und Widernissen umzugehen und klarzukommen. Fairness, Zusammenhalt und Einsatz lohnen sich immer, und auch eine Niederlage ist doch kein Problem, wenn der Gegner besser ist. Trotzdem kann man als Team Spaß haben und mit seiner Leistung glücklich sein!"

Dieses Trainerverständnis findet großen Anklang auch bei Abteilungsleiter Andreas Scheuermann: "Mit seiner Schwerpunktsetzung sorgt Steffen für genau die richtigen Maßstäbe in der Jugendarbeit der Basketballabteilung." Auch die U14 hatte einen Umbruch zu bewältigen, Kaiser integriert etliche Spieler und leistete erfolgreiche Technik- und Taktikarbeit. Sein Bestreben ist es auch, mit umliegenden Vereinen Kooperationen und Strukturen aufzubauen, die im ländlichen Bereich eine leistungsorientiertere Option gewährleisten können, ebenso wie eine Spielergewinnung durch schulische Schnupperangebote. Die Elternschaft bedankte sich im Anschluss an das Spiel gegen Lich bei Kaiser mit einem Präsent und anerkennenden Worten. Dass die Meisterschaft des Teams keine offizielle ist, weil man durch wenige jahrgangsältere Spieler "a.K." (außer Konkurrenz) antrat, tat der Begeisterung aller Beteiligten zu Recht keinen Abbruch.

U18:

Das U18-Team musste angesichts des kleinen Kaders nach wenigen Spielen gegen stärkere und körperlich überlegene Gegner zurückgezogen werden, so Coach Bernd Miemelt. Dennoch hätten einige Spieler deutlich von den U18-Spielen und Trainingseinheiten profitiert, so dass sie gestärkt an das Herrenteam herangeführt werden konnten und dort auch erfolgreiche Einsätze absolvierten.

Abteilungsleiter Scheuermann und der Volcanos-Trainerstab werben dafür, dass osthessische Basketball-Interessierte gerne Kontakt aufnehmen dürfen und zum Schnuppern eingeladen sind, um den attraktiven Mannschaftssport nach dem Europameisterschaftstitel der deutschen Nationalmannschaft vom September 2025 in der Region noch weiter nach vorn zu bringen. Die TVA-Korbjäger hätten es verdient. (goa) +++

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