"Es war eine geile Zeit"

Zwischen Frust und Dankbarkeit: Ein besonderer Abend für die TVH‑Damen

Trotz Niederlage: Ein Abend, der von Emotionen geprägt war.
Fotos: André Söllner

29.03.2026 / BAD HERSFELD - Es war ein Abend, der für die Damen des TV Hersfeld weniger von sportlichem Erfolg, dafür umso mehr von Emotionen geprägt war. Gegen die HSG Twistetal musste sich das Team deutlich mit 24:36 geschlagen geben – ein Ergebnis, das den Verlauf der Partie widerspiegelte. Von Beginn an lief wenig zusammen, wie Trainerin Sabine Teichmann offen einräumte: "Von der ersten Minute an war nichts da."



Die Leistung sei "50/50" gewesen, und insgesamt nicht das Spiel, "das wir uns vorgestellt haben". Die Gäste nutzten die Unsicherheiten konsequent aus: "Twistetal hat zu viele leichte Tore gemacht." Trotz der Niederlage gab es aber auch Positives: "Die Unterstützung war super, die Stimmung war toll", betonte Teichmann im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Nun liege der Fokus auf dem nächsten Spiel – allerdings erst in drei Wochen, nach einer kurzen Pause.

Verabschiedung mit vielen Emotionen

Nach dem Spiel wurde es emotional. Trainerin Sabine Teichmann verabschiedete sich von ihrem Team und tat das mit einer liebevollen Geste: "Die Mädels haben von mir ein Herz bekommen." Sie blickte auf eine intensive Zeit zurück: "Ich hatte eine tolle Zeit, auch wenn es am Ende nicht so gelaufen ist, wie ich wollte." Dennoch überwiegen für sie die positiven Erinnerungen: "Wir hatten mehr positive Seiten als negative. Die Regionalliga ist etwas anderes."

Besonders die gemeinsamen Erfolge bleiben ihr im Herzen: "Wir haben viele schöne Momente gehabt, wir haben viel gelacht. Wir haben Titel erkämpft – von ganz unten. Das war ein riesengroßer Erfolg für mich." Ihr größter Stolz? "Der Aufstieg in die Regionalliga." Nun brauche sie erst einmal Zeit: "Ich muss das alles realisieren." Zum Abschied richtete sie warme Worte an ihr Team: "Ich wünsche den Mädels viel Glück, Erfolg und Gesundheit und dass sie gemeinsam Spaß haben."

"Eine geile Zeit"

Auch Spielerin Nike Höhmann blickte mit viel Gefühl zurück. "Die Zeit bedeutet mir viel. Wir hatten schöne Tage und unvergessliche Trainingstage – es war eine geile Zeit." Ihr emotionalster Moment? "Der Aufstieg – das war mit das Highlight." Besonders stolz sei sie "auf das Team, auf den Teamgeist – auf und neben dem Platz". Was sie am meisten vermissen wird, weiß sie genau: "Die Mannschaft, meine Teampartnerin Laura und das Handballfeeling in der Halle." Für die Zukunft wünscht sie dem Verein "alles Gute" und hofft auf "eine geile Abschlussfahrt".

Von Höhen, Tiefen und ganz viel Herz

Auch Marie Dorst verabschiedete sich mit bewegenden Worten. "Es war eine unfassbar schöne Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen", sagte sie. "Eine Zeit, die man nie vergessen wird." Der Aufstieg und die Mannschaftsfahrten seien für sie besondere Highlights gewesen. Stolz sei sie vor allem darauf, "dass wir als Team immer zusammengehalten haben". Was sie vermissen wird? "Die Mannschaft, am meisten Aline Petermann, das Gefühl in der Halle und die Abende zusammen." Ihr Wunsch für die Zukunft: "Das Beste für die Saison und dass der Kampfgeist nicht verloren geht." (js)+++

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