Pop-up-Ausstellung zum Frühlingsbeginn

"Spring Art" machte Güterbahnhof zur Bühne für Kunst, Musik und Lifestyle

Britta Jakobi führt eine Schulklasse durch die Ausstellung.
Fotos: Britta Jakobi

29.03.2026 / ALSFELD - Britta Jakobi und Frank Galfe hatten sich vorgenommen, den Güterbahnhof frühlingsfein zu machen – und genau das war ihnen pünktlich zum Frühlingsanfang gelungen: Mit Kunst, Musik und Kulinarik machten sie das alte Gemäuer an den Gleisen für ein Wochenende lang zur Anlaufstelle für Künstlerinnen und Künstler der Region, für Menschen, die sich dafür interessieren, für Tanzwillige und solche, die sich an guten Begegnungen erfreuen wollten. Leckere Snacks rundeten das feine Angebot ab, sodass die Veranstalter nach Abschluss der Pop-up-Ausstellung "Spring Art" beglückt auf die drei Tage im März blickten.



"Wir haben nur zufriedene Gesichter gesehen", freute sich Britta Jakobi, die nicht nur Mit-Initiatorin war, sondern auch ihre eigenen großformatigen und sehr farbintensiven Bilder ausgestellt hat. Als Künstlerinnen und Künstler mit am Start waren Dr. Karl Berthold Ziegler (Fulda) mit abstrakten Farbexplosionen voller Energie und Assoziationskraft, Jasmin Theis (Alsfeld) mit ihren fantasievollen Stillleben aus dem Alltag, Alexander Litwinow (Fulda) mit seiner Objekt-Kunst aus Metall, die sich perfekt im Bahnhof inszenierte, und Frieda Junghans aus Arnshain mit ihren in der Region schon legendären

Keramiken ganz besonderer Typen. Außerdem gab es eine Graffiti-Live-Performance des Graffiti-Künstlers Oskar Bil.

Schon der Eröffnungsabend zog mit der Club-Vernissage und der Musik von DJ Alexander Widmeier viele Menschen an. Neben der Musik und der Kunst konnten die Gäste auch feine Weine und andere Getränke sowie frisch zubereiteten Flammkuchen genießen.

Für Frank Galfe war das Ambiente rund um die Kunst ein wichtiger Teil der Ausstellung: Genuss, Verweilen und Begegnung haben für ihn einen hohen Stellenwert. "Wie schön, wenn sich das dann noch mit solch fantastischer Kunst verbindet", freute er sich.

Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am Samstagnachmittag mit Musik von Dennis Adamski am Piano und einer Laudatio der Autorin und Kolumnistin Traudi Schlitt. Sie blickte in ihrer Rede gewohnt humorvoll, mit großer Wertschätzung und einer inspirierenden Perspektive auf die Werke und die Künstlerinnen und Künstler. Mit dem Publikum teilte sie die Freude an der Initiative zur Ausstellung, an der Vielfalt der Exponate und der einladenden Location.

Auch der Sonntag stand noch einmal im Zeichen der Begegnung mit der Kunst und den interessierten Menschen. Als Highlight kurz vor Abschluss der Ausstellung zeigte der Graffiti-Künstler Oskar Bil (Fulda) seine Kunst ganz nahbar und hinterließ im Bahnhof ein weiteres, neues Werk.

Und dann war der kurze Frühlingszauber auch schon vorbei. 300 Besucher waren der Einladung gefolgt und hatten den Lenz entspannt und angeregt zugleich begonnen.

Als kleine inoffizielle Verlängerung der Ausstellung fand am Montag noch eine Führung mit zwei Schulklassen statt. Britta Jakobi nahm sich die Zeit, den interessierten jungen Menschen die Kunst zu zeigen und das eine oder andere zu erläutern. (nia/pm) +++

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