Hochschulprojekte zum Tourismus
Tourismus-Nischen - die es auch in Osthessen gibt
Fotos: privat
29.03.2026 / FULDA -
Mit dem Sternenpark Rhön und der Sternenstadt Fulda gibt es bereits Facetten, die immer mehr Reisende interessieren. Doch unter dem Begriff des Noc-Tourism oder des Nacht-Tourismus zieht es viele vor allem in die Polarregion, um das Schauspiel der Polarlichter zu bestaunen.
Dies waren erste Erkenntnisse, die der Fuldaer Vorsitzende des Kneipp-Vereins und ehemalige Bürgermeister Gersfelds (Rhön) als Lehrbeauftragter in Leipzig und Dresden im abgelaufenen Wintersemester aus seinen Vorlesungen mitnahm. Bereits vor einigen Jahren stellte er ein Monitoringsystem zur Lichtverschmutzung im Sternenpark Rhön auf der Geoinformatik-Konferenz AGIT in Salzburg vor, das er als Lehrbeauftragter der Hochschule Fulda mitbetreut hatte. Nun lehrt er an Deutschlands größter Hochschule, der privaten IU (International University) in Leipzig, Dresden und Erfurt. Eines seiner Module, für das er verantwortlich ist, lautet "Aktuelle Themen und Trends im Tourismus". Hier kam ein ganzes Potpourri an Trends zutage, die es auf die eine oder andere Art auch in der Region Osthessen gibt.
Trend: Set-Jetting
Ein weiterer Trend, auch wenn er nur eine Nische ausmacht, ist das Set-Jetting. Hier reisen Touristen an die Orte von Filmproduktionen. Wolff selbst durfte erwähnen, dass er als Komparse in der Serie "Alles was Recht ist" mit Fritz Karl und Michaela May mitwirkte, die vor einigen Jahren in Fulda gedreht wurde. Heute führt er selbst solche Touristen durch die Studios des MDR in Leipzig, in denen u. a. die Serie "In aller Freundschaft - Sachsenklinik" gedreht wird. Einige Male durfte er auch dort als Komparse mitwirken. Hier stellten die Studierenden auch Babelsberg, Lüneburg (Rote Rosen) oder Nordirland mit den Schauplätzen von "Game of Thrones" und deren Besucherströmen vor.Letztlich kamen auch die Pilgerreisen vor, die für Fulda als Stadt des Bonifatius und am Jakobsweg gelegen, ebenfalls eine Bedeutung haben könnten. Viele Facetten, die alle nicht in Fulda spielen, die aber Potenziale zum Vorschein brachten, die auch für die Touristiker vor Ort interessant sein können. Wolff selbst will jetzt im Juni erst einmal ganz viele Kneippianer aus Deutschland und Hessen nach Fulda bringen. In seinem Ehrenamt bezieht er mit seinen Vereinsmitgliedern zehn Tage Stellung am Kneipp-Wassertretbecken nahe des Umweltzentrums während des Hessentages. Das gehört immerhin auch zum Gesundheitstourismus. (pm/hhb) +++