Modernisierung der Anlagen wird fortgesetzt

Abwasserverband verabschiedet Haushalt für 2026

Der Abwasserverband Antrifttal (Vogelsbergkreis) hat den Haushaltsplan 2025 mit einem Defizit von 145.419 Euro verabschiedet, das durch Rücklagen ausgeglichen werden kann.
Foto: Abwasserverband Antrifttal

29.03.2026 / ANTRIFTTAL - Der Abwasserverband Antrifttal (Vogelsbergkreis) hat den Haushaltsplan 2025 mit einem Defizit von 145.419 Euro verabschiedet, das durch Rücklagen ausgeglichen werden kann. Die umfangreichen Investitionen in die Modernisierung der Kläranlagentechnik sollen auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.



Die Kritik von Dipl.-Ing. Winfried Konle vom Baugrund Institut, der sich zur Betriebsführung äußerte, wurde von den Verbandsmitgliedern einhellig geteilt. Verschärfte gesetzliche Vorgaben seien die Hauptkostentreiber für die Abwasserreinigung neben den ständig steigenden Kosten für die Instandhaltung der Technik.

Verband verfügt über genügend Rücklagen

Im Vordergrund der Arbeiten steht, wie in den vergangenen Jahren, die Erneuerung der Technik, die teilweise seit den 80er Jahren in Betrieb ist. "Die rund 350.000 Euro für die neue Technik in der Kläranlage Leusel sind gut investiert", betont Antrifttals Bürgermeister Dietmar Krist in seiner Funktion als Verbandsvorsteher. So sei es gelungen, den Stromverbrauch dadurch annähernd zu halbieren. Darüber hinaus ist die 65 kWp-Photovoltaikanlage fertig montiert und soll in Kürze ans Netz gehen. Dadurch könnten die Stromkosten nochmals deutlich gesenkt werden. Gerade in der Abwasserreinigung sei ein ständiger Strombedarf notwendig, um mit Pumpen und Belüftern eine störungsfreie Reinigung der Abwässer gewährleisten zu können.

Weitere Technik werde unter anderem an den Regenüberlaufbecken in Angenrod, Seibelsdorf und Ruhlkirchen verbaut, sowie das Labor und die Sozialräume in Bernsburg erneuert und erweitert. "Insgesamt kann die finanzielle Lage des Verbandes trotz des negativen Ergebnisses noch als ausreichend bezeichnet werden, da der Verband über genügend Rücklagen verfügt", erläutert Krist. Jedoch sei es notwendig, die Verbandsumlage pro Einwohner um rund acht Euro im Jahr zu erhöhen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit des Verbandes zu erhalten.

Krist dankte zum Abschluss der zu Ende gehenden Wahlperiode neben der guten Betriebsführung auch den Mitgliedern der Verbandsversammlung, die als oberstes Beschlussorgan alle grundlegenden Entscheidungen in großer Einigkeit getroffen haben. In wenigen Wochen konstituieren sich die einzelnen Kommunalparlamente aufgrund der Kommunalwahl neu und wählen dann auch ihre Vertreter für die Verbandsversammlung, die die Interessen der Mitgliedskommunen für die kommenden fünf Jahre wahrnehmen sollen. (mis/pm) +++

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