Verdacht in fünf Fällen
Zoll greift durch: Illegale Arbeiter fliegen auf zwei Baustellen auf
Fotos: Hauptzollamt Gießen
26.03.2026 / KREIS HEF-ROF/GIEßEN - Für fünf Arbeiter war die Arbeit auf zwei Baustellen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg vergangene Woche schnell beendet. Grund hierfür war, dass sie den Ermittlern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen keine gültigen Aufenthaltstitel und Arbeitsgenehmigungen vorlegten.
"Die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist ein Beitrag zur Sicherung fairer Arbeitsbedingungen", so Stephanie Auerswald, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Gießen.
Fünf Männer vorläufig festgenommen
Auf der ersten Baustelle in Bebra trafen die Ermittler einen 28-jährigen Moldawier bei Verputzarbeiten an der Außenfassade an. Er gab an, morgens auf die Baustelle zu fahren, um dort zu helfen. Er konnte sich lediglich mit einem moldawischen Reisepass ausweisen. Ein Aufenthaltstitel für Deutschland und eine Arbeitsgenehmigung lagen nicht vor. Ähnlich war es bei einem 35-jährigen Belarussen, der sich mit einem belarussischen Reisepass ausweisen konnte, aber lediglich im Besitz eines polnischen Visums war. Auch ihm war das Arbeiten hier nicht gestattet.Auf der zweiten Baustelle in Haunetal trafen die Zöllnerinnen und Zöllner zwei 29-jährige Ukrainer und einen 35-jährigen Albaner bei Einschaltungsarbeiten an. Auf die Frage nach den Arbeitspapieren wiesen sich die Ukrainer mit einem befristeten polnischen Aufenthaltstitel und der albanische Arbeiter lediglich mit einem albanischen Reisepass aus. Keines der vorliegenden Papiere berechtigte sie zur Ausübung der Arbeiten in Deutschland.