Chorprojekt "Aufs Kreuz gelegt"
Projektchor verwandelt Gottesdienste in bewegende Klangräume
Foto: Klaus Fladung
25.03.2026 / HILDERS (RHÖN)/TANN (RHÖN) -
Ein Thema, viele Stimmen: Mit großer Ausdruckskraft, musikalischer Vielfalt und spürbarer Hingabe hat der Projektchor "Der Chor" am vergangenen Wochenende zwei Gottesdienste in Wüstensachsen und Tann gestaltet. Das Chorprojekt "Aufs Kreuz gelegt" wurde dabei zu einem eindrucksvollen Zeugnis dafür, wie tief die Botschaft des Kreuzes durch Musik berühren kann.
Was in nur drei Proben gewachsen war, entfaltete sich nun in voller Klangfülle: Über 120 Sängerinnen und Sänger aus der gesamten Region ließen die Kirchenräume zu dichten Klangräumen werden. Eine kleine Band mit Ute Krönung (Saxophon), Thomas Frühinsfeld (Schlagwerk) und Thomas Nüdling (Klavier und Gesamtleitung) lotete die Spannweite des Kreuzesgeschehens eindrucksvoll aus – von der Klage der Tiefe bis zur Hoffnung der Erlösung.
Segen nach Gottesdienst
Pfarrer Carsten Noll widmete sich in Wüstensachsen eigenen Grabessituationen: Die Erzählung von der Auferweckung des Lazarus (Johannesevangelium, Kapitel 11, Verse 1 bis 45) sprenge menschliche Vorstellungen, zeige aber auch, dass der Tod nicht das letzte Wort habe. Der Geist Gottes mache lebendig, lasse Steine wegwälzen, Totes hervorholen und ermutige zum nächsten Schritt im Leben.Pfarrer Wilhelm Laakmann ging in Tann anhand der umgangssprachlichen Bedeutung des Projekttitels der Frage nach, wer denn eigentlich "aufs Kreuz gelegt" worden sei und was das bedeute; theologisch sei die Frage offensichtlich. Anhand eines Gedichts der Schauspielerin Erika Pluhar entfaltete er das Potential der Passion für den Alltag: Wider alle Vernunft stehe das "Trotzdem" des Glaubens und eröffne hoffnungsvolle Perspektiven.