Der Stadtpfarrer bei O|N
Stefan Buß: Maria Verkündigung am 25. März
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
25.03.2026 / FULDA -
Zaghaft kann sie so auf die zweite Anrede hin eine Frage stellen, die zugleich demütiges Zustimmen ausdrückt, um schließlich bei der dritten Anrede eine Antwort zu finden. Nicht im vorschnellen Abtun, sondern in Offenheit für das Gegenüber, in dem ihr Gott begegnet, zeigt sich uns Maria. So sollte jedes Gespräch sein, ein innerliches Voranschreiten, ein gemeinsames Vorwärtsbewegen. Wo Gott sich auf den Menschen zubewegt und sich dieser ihm öffnet, gibt es kein "von oben herab" und kein "von unten nach oben" mehr, sondern ein tiefes Aufeinandertreffen. Das lehrt uns die Szene der Verkündigung. Durch das "Ja" Marias öffnet sich die Tür von Gott zum Menschen neu. Gott wählt den Weg über den Menschen. Gott in die Welt bringen … Bedeutet das nicht, dass wir durch unser Leben, unsere Haltung ein wenig dazu beitragen, dass es in unserer Umgebung "heller und heiler" wird? Auch wenn wir uns unserer Schwächen, unserer Armseligkeit bewusst sind - wie Maria - sagen wir eigentlich jedes Mal, wenn wir durch unser Tun und Reden Gott zu den Menschen bringen, das "Ja", das auch Maria gesprochen hat! (Stefan Buß) +++
Foto: Stefan Buß