"Hausplus" ab Freitag
100 Aussteller der Baumesse zeigen Häuser, Möbel und Baustoffe
Am kommenden Freitag startet die Messe "hausplus" in Fulda auf dem Messegelände Galerie
Fotos: RVG/Marzena Seidel
14.03.2026 / FULDA -
Noch eine Woche bis zur Baumesse in Fulda: 100 Aussteller haben sich angemeldet für die "hausplus". Die Messe wird am Freitag, 20. März, in Fulda-Galerie eröffnet und dauert drei Tage. Vorab verraten einige der Unternehmen, was sie an ihren Messeständen zeigen werden.
"Alles, was mit Energie zu tun hat, ist und bleibt derzeit wichtig auf den Baumessen", sagt Messechef Stephan Drescher. Etliche Stände informieren zu Lösungen rund ums Heizen. Bei vielen geht es darum, selbst Energie zu erzeugen, damit man sein Zuhause unabhängiger macht von der Weltpolitik und von den aktuellen Gas- und Ölpreisen. Wer auf die Messe kommt, kann Stromspeicher sehen, auch Wallboxen sowie intelligente Steuerungen, mit denen man das Beste herausholen kann aus der modernen Haustechnik und ihren Anlagen. Zum Energiesparen gehört es meist auch, dass ältere Immobilien saniert werden. Beratung, Infos, Baumaterial und Handwerker für solche Projekte findet man auf der "hausplus".
Das Messe-Team von der RVG, der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft, setzt dieses Jahr einen zusätzlichen Schwerpunkt beim Thema Wohnen und Gestalten. Einige Aussteller sind in dem Bereich neu hinzugekommen. Andere zeigen, wie man es sich im Garten und in den Außenbereichen schöner macht.
Probesitzen und Rabatte sichern
Auf der Messe wird gekocht: Leckere Gerüche werden von dem großen Stand ausströmen, den Möbel Wirth aus Hünfeld betreibt. "Wir bringen einen Koch mit auf die Messe", erklärt Hausleiter Marcel Lossek. So kann man live sehen, wie die Grillplatte und weitere Geräte in jener Küche funktionieren, die das Möbelhaus eigens für die drei Messetage aufbaut. In Sichtweite steht ein Esstisch mit acht Stühlen. Das Wirth-Team richtet außerdem einen Wohnbereich ein, "schön farblich abgestimmt", verspricht Marcel Lossek. Gezeigt wird dort eine Polstergarnitur mit neuer Funktion. Die kann man direkt ausprobieren: "Die Rückenpolster sind lose. Man kann sich also auf diesem Sofa seine eigene Lieblingsposition bauen. Oder jeden Tag anders sitzen." Das Wirth-Team hat mit Herstellern einen Messe-Rabatt vereinbart: "Wer auf der Messe bei uns seine Kontaktdaten hinterlegt, bekommt diesen Rabatt auch noch in den Wochen nach der Messe", sagt Marcel Lossek.
Materialen nebeneinander legen, sehen und fühlen
Wohnlich wird es auch am Stand von "Vogel Raum & Bett". Das Team gestaltet ein Wohnzimmer rund um Sofa und Beistelltisch, samt Teppich und Accessoires. Auch an diesem Stand kann man ein Sofa mit Funktionen testen: "Man kann wählen, an welcher Stelle man die Lehne haben will, und sie im Alltag mühelos von der einen Seite auf die andere versetzen", sagt Kerstin Ihrig-Vogel. Materialien und Lösungen präsentiert das Team ebenfalls: Am Stand werden Produkte für Sonnenschutz und Insektenschutz vorgestellt, zudem Teppiche, Tapeten und Stoffmuster für Vorhänge mitsamt Schienen und Stangen. "Wir zeigen außerdem an Beispielen, wie es aussehen kann, wenn wir Räume umgestalten." Es gibt Vorher-Nachher-Fotos, gearbeitet wird mit Plänen, Software und Hand-Skizzen. Man sollte alle Materialien mal nebeneinander legen und anfassen, rät Kerstin Ihrig-Vogel. "Das muss man sehen und fühlen! Lieber nicht im Internet kaufen!" Gute Beratung sei wichtig: "Das hilft den Kunden, genau das zu finden, was sie wollen – denn wir als Berater haben ein großes Portfolio in unseren Köpfen. Beratung hilft zudem, Geld zu sparen: Man vermeidet Fehlkäufe."
Herausfinden, was Kunden wirklich brauchen
In Brachttal ist der Sitz von Colorium, einem Maler-Fachbetrieb. Inhaber Doganay Eravci zeigt mit Mustern, was sein Meisterbetrieb bietet: beispielsweise "SpachtelTechniken, die man nicht überall sieht, oder kreative metallische Lasur-Techniken".
All das kann man auf der Messe sehen, anfassen und vergleichen. Es liegen auch Tapetenbücher aus: "Tapeten waren mal fast ausgestorben, sind aber wieder ziemlich in Mode", weiß der Fachmann. "Da ist es besonders wichtig, dass man alles mal anfasst. Denn neben der Farbe spielen Struktur und Haptik eine große Rolle." Auch für Laminate bringt er Muster mit. "Wir machen eine offene und ehrliche Beratung. Wir wollen nicht einfach das verkaufen, was am teuersten ist – sondern finden heraus, was der Kunde wirklich braucht und was zu ihm passt."
Mit Beratung zur bestmöglichen Förderung
Gregor Leubecher erklärt: "Wir beraten rund um Förderanträge, und wir können es auch übernehmen, die Anträge zu stellen." Ob Neubau oder Sanierung, ob Wohngebäude oder Nichtwohngebäude, die Fachleute von Diotima Energy decken ein breites Spektrum ab. Auch die Verbindung mit den weiteren Gewerken der technischen Gebäudeausrüstung gehört dazu. Über all das kann man sich am Messestand informieren und die Ansprechpartner kennenlernen. "Wir haben außerdem einige Anschauungs-Stücke dabei – Bau-Dämmmaterialien, die wir gern verwenden." Direkt auf der Messe kann man eine Erst-Beratung bekommen. "Detaillierter machen wir das bei einem Termin, bei dem wir gemeinsam das bestehende Gebäude oder die Baupläne anschauen." Das braucht man, um eine optimale Gebäudehülle, geeignete Anlagentechnik und auch die bestmögliche Förderung zu finden. Auf der Messe macht Diotima ein Angebot, sagt Leubecher:
"Wer seine Kontaktdaten dalässt, erhält einen bis um zu 20 Prozent vergünstigten Messepreis, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan in Auftrag gegeben wird."
Strahlungswärme wie von der Sonne
Heizungen für ganze Gebäude oder auch für einzelne Räume, die nicht an die Zentralheizung angeschlossen sind: Das bietet Lebasto aus Gersfeld an, das Unternehmen von Wolfgang und Dagmar Kapfer. Sie verbinden Lehmbautechnik mit Infrarot-Flächenheizungen verschiedener Hersteller und zeigen auf der Messe anhand von vorbereiteten Bauplatten, wie die unterschiedlichen Systeme funktionieren. "Das eine wird eingespachtelt, das andere wird eingeputzt", erklärt Dagmar Kapfer. Je nach Bauprojekt eignet sich eher die eine oder andere Lösung. "Strahlungswärme ist angenehm – als würde man in der Sonne stehen", sagt Dagmar Kapfer. Das kann am Messestand jeder selbst erleben: Anstelle eines Stehtischs hat Wolfgang Kapfer eine Säule dabei, die er mit einer Flächenheizung verkleidet und eine Lehmschicht aufgetragen hat. Berühren ist ausdrücklich erlaubt: "Lehm ist ein warmes, gutes Material", sagt Dagmar Kapfer "So eine Säule kann man sich auch selbst bauen und als Stehtisch nutzen."
Infos zur "hausplus Fulda 2026":
Die "hausplus Fulda 2026" dauert von Freitag, 20. März, bis Sonntag, 22. März. Sie ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Tickets für Erwachsene kosten 9 Euro. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag haben freien Eintritt. Das Zwei-Tages-Ticket erhält man für 12 Euro. Tickets, Infos zur Messe, zu Ausstellern und Vorträgen gibt es auf der Internetseite der Messe: www.hausplus-fulda.de. (pm/hhb) +++