Messe-Eröffnung in der Hessenhalle

Viel Prominenz, denn "die HeLa ist eine landwirtschaftliche Weltmesse"

Geschäftsführerin Birgit Decher mit den Ehrengästen bei dem Eröffnungs-Rundgang der HeLa in Alsfeld.
Fotos: goa

14.03.2026 / ALSFELD - Neben vielen Fachbesuchern war am Freitag reichlich Prominenz zur Eröffnung der HeLa, der dreitägigen überregionalen landwirtschaftlichen Fachmesse, in die Hessenhalle gekommen. Neben der hessischen Rapsbotschafterin Ida Oefner stand eine weitere Dame im Blickpunkt der Eröffnung: Für Geschäftsführerin Birgit Decher war es nach 22 Jahren Hessenhalle, darunter die beiden letzten als verantwortliche Chefin, die allerletzte Messe vor dem Ruhestand.



Der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der Vogelsberger Landrat Dr. Jens Mischak und Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule waren die politischen Würdenträger, die in ihren Grußworten die Bedeutung der Landwirtschaft gesellschaftlich und regional, aber auch die HeLa in ihrer Bedeutung für Alsfeld und die Umgebung würdigten. Der Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Volker Lein (Homberg/Ohm) wies in Vertretung des in Berlin gebundenen HBV-Präsidenten Karsten Schmal auf die aktuellen immensen Herausforderungen der Landwirtschaft hin: einerseits die Kostenexplosion, andererseits stark gefallene Preise für die Erzeugnisse und die mit aufwändigen Maßnahmen verbundenen Seuchengefahren. Da sei die Messe immer ein MUSS im Kalender und diene der Kommunikation, Inspiration, aber auch der gegenseitigen psychologischen Betreuung, so Lein, der der HeLa das Prädikat einer "landwirtschaftlichen Weltmesse" verlieh. Unisono bedankten sich die Akteure bei der ausscheidenden Birgit Decher.

In den Hallen und dem Freigelände gehörte die Messe heute noch überwiegend den Fachleuten, während am Samstag und Sonntag verstärkt auch Familien ohne direkten Landwirtschaftsbezug die HeLa aufsuchen. "Mein Sohn wird dann auch mit meinem Schwiegervater, also seinem Opa, zwischen den Landmaschinen große Augen machen – das zeigt immer, dass die Messe, aber auch die Landwirtschaft im Ganzen ein emotionales Thema ist", so Bürgermeister Paule.

Die Relevanz der Messe unterstreicht stellvertretend der Verkaufsberater bei Raiffeisen Warentechnik Mitte, Standort Homberg/Efze, der Alsfelder Kai Andreas Finke. "Wir sind natürlich jedes Jahr hier und treffen viele Kunden aus Hessen und Thüringen und den anderen angrenzenden Bundesländern. Wir präsentieren die Agco-Gruppe mit zwei Traktorherstellern, Fendt und Waltra und anderem. Wir bieten vom kleinen Mulcher bis zum großen Schlepper alles." Die Messe sei ganz wichtig für die Kundenpflege.

Während für viele Standbeschicker die HeLa zur Jahresroutine gehört, feiert die seit über 40 Jahren mit Klein- bis Großmaschinen aktive Firma Land- und Gartentechnik Edgar Henkel aus Michelsrombach hier im Messe-Freigelände Premiere. "Wir reparieren und verkaufen in jede Richtung", sagt Inhaber Edgar Henkel. Durch die Absage eines anderen Unternehmens habe man kurzfristig die Chance gehabt, sich noch mit einzubuchen. "Wir brauchen unter dem Motto "Handwerk mit Leidenschaft" Verstärkung im Team und suchen sowohl Landmaschinenmechaniker als auch Auszubildende – da ist eine Messe mit 30 bis 40.000 Besuchern eine schöne Kontakt-Gelegenheit!".

Neben dem klassischen Landmaschinen-Segment gehört auch ein breites "Drumherum" zur HeLa-Bandbreite, wie zum Beispiel Versicherer mit einem fachspezifischen Angebot. "Versicherer und Landwirtschaft und HeLa, das gehört für uns zusammen, zumal unser Unternehmen bei der Gründung 1797 in der landwirtschaftlichen Feuerversicherung seine Wurzeln hatte", sagt der Alsfelder Geschäftsstellenleiter der Mecklenburgischen Versicherung, Mario Mück. Mit einem Schmunzeln reagiert Mück bei der Nachfrage zu dem typischen, fast schon legendären "HeLa"-Goodie für die Kunden am Stand. "Wir haben wieder unsere gelben Eimer in einer vierstelligen Zahl geordert, die Menschen fahren seit Jahren darauf ab. Darüber freuen wir uns natürlich, aber woher der Dauerbrenner-Hype um diese Eimer kommt, kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht so richtig erklären." Wie schon im Vorjahr werden die Eimer auch diesmal nicht einfach nur verschenkt, sondern man bittet um eine Spende für die "Clown-Doktoren e.V." am Uniklinikum Gießen / Marburg.

Die HeLa ist bei freiem Eintritt und freiem Parken noch am Samstag und Sonntag von 9 bis 17.00 Uhr geöffnet. (goa)+++

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