Bodybuilder feiert mit 400 Fans

Fünf Jahre Eisenhöhle: Weltmeister Tim Budesheim über sein Studio

Seit mehr als 20 Jahren lebt er Bodybuilding - jetzt feiert der 35‑jährige Tim Budesheim das Jubiläum seines eigenen Fitnessstudios, der "Eisenhöhle".
Fotos: Moritz Rös

16.03.2026 / PHILIPPSTHAL (W.) - Seit mehr als 20 Jahren lebt er Bodybuilding - jetzt feiert der 35‑jährige Tim Budesheim das Jubiläum seines eigenen Fitnessstudios, der "Eisenhöhle". Was einst in der Coronazeit als privater Trainingsraum begann, ist jetzt ein Treffpunkt für ihn und seine Sport-Buddies. Am Samstag feierte er das fünfjährige Bestehen aber auch mit seiner Community. So strömten etwa 400 Menschen in das Studio ins Philippsthal (Werra) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.



Als er 15 Jahre alt war, startete er mit dem Krafttraining. Kurz darauf begann auch seine Karriere. Mit 16 wurde Budesheim deutscher Meister, vier Jahre später wurde er Weltmeister und mit 22 folgte dieser Titel erneut. Während der Pandemie, als die Fitnessstudios geschlossen hatten, entwarf er kurzerhand einen Plan: "Ich wollte mir nicht sagen lassen, wann ich trainieren darf. Für mich war der Sport mein Job", schilderte der Bodybuilder im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Mit seiner früheren Berufserfahrung als Maschinenbauer bei K+S war sowohl die Arbeit mit den Maschinen als auch die Namensgebung ein leichtes Spiel: "Ich habe viel mit Eisen gearbeitet und das im Bergbau, in einer Höhle. So kam ich schnell auf den Namen Eisenhöhle", erklärte der 35-Jährige. Seit mittlerweile fünf Jahren ist die Eisenhöhle ein Ort für Budesheim und seine Sportfreunde – und das möchte er feiern. Am Freitag veranstaltete er ein Fest für Freunde und Geschäftspartner, am Samstag erschienen auch zahlreiche Menschen seiner 150.000-Follower umfassenden Community. Dafür engagierte er unter anderem eine Band, eine Pfarrerin mit Andacht und einen Traktor mit einem Anhänger als Showbühne. Mit dabei: Fleisch seines Freundes Sebastian Schäfer von der Fleischerei Schäfer.

"Ich möchte der Community etwas zurückgeben"

Im Voraus sagte der Bodybuilder gegenüber O|N: "Mir bedeutet das Jubiläum sehr viel. Ich bin sehr stolz auf mein Studio. Alles hier habe ich mir durch meinen Sport erarbeitet. Ich freue mich darauf, das zu präsentieren und auch der Community etwas zurückzugeben." Und genau diese Community ist mindestens ebenso wichtig wie das Studio selbst. "Ich verdiene mein Geld nicht nur über die Wettkämpfe, sondern vor allem auch über Social Media, und da ist es mir ein wichtiges Anliegen, mich dankbar zu zeigen." Am Nachmittag zeigte sich der Bodybuilder mehr als zufrieden mit dem positiven Feedback: "Hier sind alle gleich. Wir machen und lieben das Gleiche."

Und die gewünschte Begeisterung seiner Follower blieb am Samstag nicht aus. "Die Atmosphäre ist wirklich toll. Alle Leute sind total nett" und "Hier sind wirklich tolle Geräte - einfach etwas ganz anderes, als man so kennt" sind nur wenige Rückmeldungen, die gegenüber O|N geäußert wurden.

Wie geht es dann für den Sportler weiter? "Die Prime-Time eines Bodybuilders geht etwa bis 40 Jahre. Mir bleiben also noch etwa vier bis fünf Jahre, die ich nutzen möchte. Es soll genauso sportlich und verletzungsfrei wie bisher weitergehen", so der 35-Jährige. Auch für sein Fitnessstudio ist klar: "Ich möchte noch lange so weitermachen." (mis) +++

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