Wie geht es weiter im Main-Kinzig-Kreis?
Landrat fordert Informationen von Tegut-Vorstand
Archivfotos: O|N
15.03.2026 / REGION MKK -
Das Aus für Tegut traf die Menschen in der Region überraschend. Auch im Main-Kinzig-Kreis machen sich die Bewohner Gedanken, wie es in Zukunft weitergehen wird. Landrat Thorsten Stolz fordert nun Informationen vom Tegut-Vorstand und möchte Antworten über die zukünftigen Entwicklungen der Filialen im Kreis.
"Die aktuellen Nachrichten über den geplanten Rückzug der Migros Zürich aus dem deutschen Markt und der damit verbundene Verkauf der Tegut-Filialen sorgen auch im Main-Kinzig-Kreis für große Verunsicherung", erklärt Landrat Thorsten Stolz. Daher habe er sich in einem Schreiben an den Tegut-Vorstand in Fulda mit Geschäftsführer Sven Kispalko gewandt, um Informationen darüber zu erhalten, wie es mit den Tegut-Märkten und insbesondere auch den Teo-Standorten weitergehen wird. "Tegut ist in unserem Landkreis nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein etablierter Baustein der lokalen Nahversorgung – insbesondere im ländlich geprägten Teil des Kreises, wo die innovativen Mini-Märkte Teo wichtige Versorgungslücken geschlossen haben", erläutert der Landrat.
Die Sorge von Kunden und Mitarbeitenden, dass im Zuge eines Verkaufs an Edeka oder Rewe nun kleinere oder weniger rentable Standorte nicht weitergeführt werden, sei nachvollziehbar. "Für die Beschäftigten stehen dabei Fragen nach dem Erhalt ihrer Arbeitsplätze und ihrer beruflichen Zukunft im Vordergrund. Deshalb mache ich in meinem Schreiben deutlich, dass die hauptamtlichen kommunalen Entscheidungsträger zeitnah über den aktuellen Stand der Verkaufsverhandlungen informiert werden müssen. Immerhin haben wir im Main-Kinzig-Kreis eine sehr hohe Dichte an Tegut-Märkten, die möglicherweise von einer Schließung betroffen wären", erklärt Thorsten Stolz.