"Wir haben keinen Zoff"
Herzbube Wolfgang und Fernsehkoch Mirko Reeh: Die neuen Herzileins
Foto: privat
16.03.2026 / REGION -
Vor ziemlich genau 36 Jahren eroberte ein Song den deutschen Schlagerhimmel, welcher auch heute noch bekannt ist wie ein bunter Hund: "Herzilein" machte die Wildecker Herzbuben 1990 praktisch über Nacht zu absoluten Stars der Musikszene. Keine Party ohne diesen Hit, der so eingängig wie einprägsam ist.
Wolfgang Schwalm (71) und Wilfried Gleim (76) bildeten das Duo, welches auch durch seine oberbayerische Tracht und seine Körperfülle zu einem Markenzeichen wurde. Beide kannten sich auch aus gemeinsamen Zeiten bei der bekannten und ebenso beliebten Band Curocas.
Den Weg ebnete ganz entscheidend der Eschweger Sänger, Komponist und Musikproduzent G. G. Anderson. Leider nagt auch an dem sympathischen Duo der Zahn der Zeit. Wehwehchen kommen hinzu. Inzwischen haben sie ihre gemeinsame Firma aufgelöst und gehen musikalisch getrennte Wege. Wolfgang Schwalm dementiert aber Gerüchte, nachdem es zwischen ihnen Zoff gebe, vehement: "Um Himmels willen. Wir haben 50 Jahre lang zusammen Musik gemacht und haben weiter regelmäßigen Kontakt", sagt Schwalm gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Während Wilfried Gleim die Namensrechte an den "Wildecker Herzbuben" hält und wegen einer langwierigen Fußkrankheit in Behandlung ist, startete Schwalm ein Soloprojekt.
Aus Überzeugung und Ehrfurcht
Nun gibt es weitere Neuigkeiten: "Wolfgang und Mirko - die Herzileins". Der bekannte Fernsehkoch Mirko Reeh ist gebürtiger Bad Hersfelder, lebt und arbeitet mittlerweile in Frankfurt am Main und kennt Schwalm seit vielen Jahren. Er ist zudem der Großneffe von Wilfried Gleim. "Ich mache das aus vollkommener Überzeugung zum Projekt und in tiefer Ehrfurcht, denn wenn man bei einem solchen Projekt mitmachen darf, das über 30 Millionen Hardcopys verkauft hat, dann kann man nur geehrt sein", erzählt Reeh. Das gemeinsame Projekt mit Herzbube Wolfgang ist nun die "Krönung der Geschichte". Zumal jeder "Herzilein" kennt. Neulich habe ich den Song spontan in einer Weinbar in Frankfurt angestimmt und alle sofort mitgemacht", erzählt er begeistert.Kochlöffel und Stimmgabel
Kochlöffel und Stimmgabel scheinen also bestens zu passen. "Er hat eine schöne Stimme, den Rest bringe ich ihm im Studio bei", erzählt Schwalm. Für ihn sei es ein zusätzliches Projekt und biete andere Perspektiven: "Sänger und Koch - warum nicht". Er greift damit auf eine Zeit zurück, in der im Hessenfernsehen zwei Ausstrahlungen für die damals "höchsten Einschaltquoten" gesorgt haben. Das Format "Wildecker Herzbuben und Freunde" kommt sozusagen wieder aufs Tablett - wenn auch mit anderem Namen. Vor wenigen Tagen stellten sie das Projekt in Frankfurt am Main in Mirko Reehs Kochstudio erstmals der Öffentlichkeit vor.