Ernste Sicherheitslage - auch bei uns!

SIGNAL 112 von Fuldaer Messemacher Hommel vereint die Retter Europas

Die führende Feuerwehr-Präsidenten und namhafte Repräsentanten des Rettungswesens aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Frankreich und der Slowakei.
Fotos: Hendrik Urbin

13.03.2026 / OBERWART - Katastrophen- und Heimatschutz wird immer wichtiger und die europäischen Akteure müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Das wurde bei der Eröffnung der nunmehr dritten Auflage der SIGNAL 112 deutlich. Die internationale Fachmesse für Feuerwehr und Rettung ist am Donnerstag im österreichischen Burgenland offiziell eröffnet worden. 2023 feierte die SIGNAL 112 ihre Premiere, 2024 folgte die erste Wiederholung und 2026 ist sie noch größer zurück. Und sie wird sich als Lebensretter-Messe für die mittel- und osteuropäischen Länder etablieren.



"Das ist einmalig in Europa", sagt Messemacher Manfred Hommel von der Gesellschaft 'Neue Messe Fulda' in Oberwart gegenüber OSTHESSEN|NEWS und hebt die Notwendigkeit hervor: "Grenzüberschreitende Lagen sind keine Seltenheit. Sie erfordern den Austausch und eine engere Zusammenarbeit. Und genau diese Plattform bietet die Messe SIGNAL." 150 Aussteller aus zwölf Ländern sind nach Oberwart gekommen, "denn allen ist die Notwendigkeit von Fortschritt und Austausch klar. Unsere Branche ist im Aufbruch: Die aktuellen Bedrohungen in der Welt zeigen uns täglich, wie wichtig eine starke Resilienz und eine enge Vernetzung sind."

Davon sind auch führende Feuerwehr-Präsidenten und namhafte Repräsentanten des Rettungswesens aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Frankreich und der Slowakei überzeugt. Hommel und sein österreichischer Kollege Markus Tuider von der Messegesellschaft im Burgenland haben die Ausstellungsfläche um rund 40 Prozent im Vergleich zur letzten Messe vor zwei Jahren erweitert. Mit dabei ist auch wieder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda. Die Hilfsorganisation präsentiert sich mit modernster Technik und ist gefragter Ansprechpartner für den fachlichen Austausch. Und auch die Firma EDAG Sonderfahrzeugbau aus Osthessen ist nach Oberwart gereist.

Ob Feuer, Hochwasser, Sturmflut oder Pandemie - Katastrophen machen nicht Halt an Staats- oder Ländergrenzen. Die SIGNAL 112 schlage dafür eine Brücke und zeige die Notwendigkeit eines solchen Formats mit internationalem Charakter. Feuerwehr-Weltpräsident (CTIF) Milan Dubravac aus Slowenien erklärt dazu: "Auf allen Kontinenten nimmt die Bedeutung solcher regionaler Events, wie hier in Oberwart, im Hinblick auf die weltweite Sicherheitslage zu. Vernetzung und Forschung sind gleichermaßen elementar. Hier treffen Retter auf die Fachwelt. Eine exzellente Plattform." Das findet auch Luca Riedemann von System Strobel - führender Hersteller für Rettungsfahrzeuge aus Deutschland. Das Unternehmen stellt spezielle Geländewagen-Modelle für die Retter aus.

"Gemeinsame Stimme in herausfordernden Zeiten"

Deutschlands Feuerwehr-Präsident Karl-Heinz Banse betont: "Mit der Gründung der SIGNAL 112 sind die Feuerwehren Europas ein Stück mehr zusammengerückt. Wir brauchen den Austausch und die Stärke innerhalb der Europäischen Union, um in Brüssel und Straßburg etwas zu bewegen. Die gemeinsame Stimme macht uns in diesen herausfordernden Zeiten stark."

DRK Fulda zeigt Ultraschall für Retter und feiert Defender-Premiere

Mit dem DRK Fulda ist ein langjähriger Partner von Manfred Hommel erneut ins Burgenland gefahren - aber nicht nur, um die Kameradschaft mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) zu intensivieren. "Der internationale Austausch auf Augenhöhe ist uns wichtig, aber auch die Innovation", sagt Vorstandsvorsitzender Christoph Schwab. Deshalb wird nicht nur das erfolgreiche Rettungsdienst-Projekt Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) vorgestellt, sondern auch mit Experten diskutiert. Adrian Böhm, Medizinischer Leiter Fachbereich Notfallmedizin beim DRK Fulda und Projektleiter POCUS, erklärt: "Unser Ziel ist es, Rettungsfachpersonal so auszustatten, dass es den Patienten optimal versorgen kann. Ultraschall kann dabei ein wertvoller Baustein sein." Und Schwab ergänzt: Das DRK Fulda stehe für Innovation, Professionalität und Fortschritt. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Projekten, die wir in Fulda etablieren können."

Das DRK Fulda präsentierte einen nagelneuen Landrover Defender mit Spezialausbau, der zukünftig für den Transport von Organen von Krankenhaus zu Krankenhaus in Mitteldeutschland eingesetzt wird. Dazu berichtet Christian Erwin aus der DRK-Geschäftsleitung: "Dieses Fahrzeug ist im perfekten Zusammenspiel vom Autohaus Sorg in Fulda und EDAG Spezialfahrzeugbau entstanden." Für Christian Spelda von der EDAG Engineering GmbH aus Petersberg ist klar: "Der Defender ist die perfekte Basis für jedes Einsatzgebiet, ob Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei - auf der SIGNAL zeigen wir die unterschiedlichen Möglichkeiten."

Ambulanz Mobile hat einen neuen Krankentransportwagen, der für das DRK Fulda bestimmt ist, nach Oberwart zum Rotkreuz-Stand gebracht, der mit neuester vollelektrischer Tragentechnik aus dem Hause Stollenwerk, rückenschonend für die Retter, erstmals gezeigt wurde. Zudem wurde das Harley-Davidson-Einsatzmotorrad als absoluter Hingucker und beliebtes Foto-Motiv ausgestellt, ebenso wie der historische Krankenwagen vom Typ VW T1 (Bulli).

Noch bis Samstag (14. März 2026) werden auf der SIGNAL 112 im Burgenland Highlights aus der Rettungs- und Feuerwehrbranche gezeigt. Und alle sind sich einig: "Sicherheit ist eine Daueraufgabe. Unsere Aufgabe ist es, den Zusammenhalt der Retter in Mittel- und Osteuropa zu stärken." (Christian P. Stadtfeld) +++

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