Mehr als nur ein Trend?
Auch in Osthessen kombiniert "Birding" Umweltbewusstsein mit Sammeleifer
Symbolbild: Pixabay
15.03.2026 / REGION -
Zu fliegen und die Freiheit des Himmels zu genießen, ist ein uralter Menschheitstraum, der sich schon zu Zeiten der Antike in der Sage des Ikarus widerspiegelte. Die Möglichkeiten der Vögel, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten, und die Unbeschwertheit des Fliegens sorgen dementsprechend schon seit Jahrhunderten für eine Faszination für die Herren der Lüfte. Auch in Osthessen kommen so langsam die Zugvögel aus dem Süden zurück – vielleicht ist das auch für Sie der ideale Moment, eine neue Freizeitaktivität für sich zu entdecken.
Dabei scheint es nicht verwunderlich, wenn einzelne Menschen sich schon seit Jahrzehnten der Vogelbeobachtung verschrieben haben und Ornithologen ihr Hobby teilweise zum Beruf gemacht haben. Zurzeit erlebt die Vogelbeobachtung unter der Verwendung des Anglizismus "Birding" eine kleine Renaissance und wird besonders durch Apps und Social Media unterstützt.
Vogelbeobachtung ist mehr als nur ein Trend
Ein weiterer Aspekt ist selbstverständlich ein Drang der Menschen, der sich noch aus der Kindheit bis in das Erwachsenenalter hindurchzieht: die Sammelleidenschaft. Ganz egal, ob Pokémon, Fußballkarten, Diddl-Blätter oder Lego – irgendetwas haben auch Sie in der Vergangenheit mit Sicherheit gesammelt. Das Beobachten und Bestimmen anhand der Vogelrufe in der freien Natur verbindet nun genau diese Faszination mit dem abenteuerlichen Aspekt der "Wildnis". Mit verschiedensten Apps wie "eBird", "ornitho" oder "NABU Vogelwelt" wird das Kategorisieren und Bestimmen zunehmend unterstützt.
Der Natur auf der Spur in Osthessen und der Rhön
Vor allem im schönen Osthessen und insbesondere im Biosphärenreservat Rhön lassen sich schon bald, aber auch bereits jetzt wieder viele unterschiedliche Vogelarten beobachten. Beispielsweise ziehen Greifvögel wie der Rotmilan ihre Kreise über der Region, Singvögel wie das Braunkehlchen kommen aus dem Süden zurück und auch die wohlbekannten Kohl- und Blaumeisen sind selbst im eigenen Garten zu beobachten. Auch Storchenfamilien, die meist einen bestimmten Brutplatz haben und immer wieder zurückkommen, können wieder bestaunt werden. Es gibt in der Region also viel zu entdecken.