Kandidaten-Check
Bürgermeisterkandidat Ricardo Gräf (35) setzt auf Fachkompetenz und Weitsicht
Foto: privat
11.03.2026 / WILDECK -
In der Gemeinde im östlichen Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Alexander Wirth (SPD) tritt nach zwei Amtsperioden nicht wieder an. Zur Wahl stehen Meik Dickmann und Ricardo Gräf.
OSTHESSEN|NEWS stellt die beiden Kandidaten in zwei Interviews mit den identischen Fragen vor. In alphabetischer Reihenfolge folgt nun im zweiten Teil Ricardo Gräf. Der 35-jährige Gräf ist Verwaltungsleiter des Wirtschaftsbetriebs beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen. Seit 15 Jahren ist er in der Kommunalpolitik tätig und seit dem Jahr 2023 Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWG).
Warum haben Sie sich entschieden, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Was würden Sie als Bürgermeister anders machen als Ihr Vorgänger?
Was sind Ihre drei Top-Themen auf der Agenda, die Sie angehen würden?
Ricardo Gräf: "1. Finanzstabilität – Projekte und Investitionen der Gemeinde vorausschauend planen, um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, um langfristig einen stabilen Haushalt aufstellen zu können. 2. Familie – Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes zum Erhalt unserer KiTa Landschaft sowie Planung für barrierefreien Wohnraum. 3. Medizinische Versorgung – Kooperationen schaffen, um die Gesundheitsversorgung in unserer Gemeinde langfristig zu sichern."
Mit welchem Slogan werben Sie um die Wähler?
Ricardo Gräf: "Mit Fachkompetenz und Weitsicht: #verantwortungsvoll #bürgernah #zukunftsorientiert. Mit Fachkompetenz, weil ich aufgrund meiner langjährigen Verwaltungstätigkeit als Geschäftsführer in verschiedensten Bereichen Erfahrungen sammeln konnte, um diese zum Allgemeinwohl unserer Gemeinde einsetzen zu können. Mit Weitsicht, weil ich nicht nur die aktuellen Anliegen unserer Gemeinde lösen will, sondern auch die langfristige Entwicklung unserer Kommune im Blick behalten möchte. Nachhaltige Entscheidungen sichern heute die Lebensqualität von morgen."
Wo liegen Ihre Stärken?
Ricardo Gräf: "Langjährige Verwaltungserfahrung und dass ich Projekte immer mit Bedacht umsetze."
Was macht Wildeck aus Ihrer Sicht so besonders?
Ricardo Gräf: "Wildeck ist aus meiner Sicht vor allem wegen seiner Menschen etwas Besonderes. Die Bewohnerinnen und Bewohner prägen die Gemeinde mit ihrem Engagement, ihrem Zusammenhalt und ihrer Offenheit. In den vergangenen Monaten durfte ich im Wahlkampf viele gute und konstruktive Gespräche führen und habe dabei gemerkt, dass das Interesse, sich zu engagieren, spürbar gewachsen ist. Das ist ein starkes Zeichen für Verantwortungsbewusstsein und Gemeinsinn."
Was wäre die erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister?
Ricardo Gräf: "Mir ist wichtig, zu Beginn das persönliche Gespräch mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde zu suchen. Gemeinsam mit dem Team möchte ich klare Prioritäten setzen, insbesondere bei bereits laufenden Projekten, und schauen, was sich im Sinne unserer Gemeinde zügig und sinnvoll umsetzen lässt. Gleichzeitig werde ich mich intensiv in die bestehenden Strukturen und Abläufe einarbeiten, um schnell arbeits- und entscheidungsfähig zu sein. Das erste große Projekt ist in diesem Zusammenhang sicherlich die Stabilisierung der Haushaltslage."
Was haben wir Sie nicht gefragt, worauf Sie aber gerne eine Antwort geben möchten?
Ricardo Gräf: "Im Zuge des Wahlkampfes ist mir nie die Frage gestellt worden, wer hinter mir steht und wer mich über die vielen Wochen und Monate unterstützt hat. Hier möchte ich mich bei meinem Partner, meiner Familie, meinen Freunden und vor allem bei dem Team der FWG Wildeck bedanken. Sie alle haben mir den Rücken gestärkt und bei der Vorbereitung zahlreicher Veranstaltungen geholfen – Danke." (hhb) +++
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