Zunehmende Leerstände
Situation in der Innenstadt: Staatssekretär Sören Bartol besucht Fußgängerzone
Foto: Ulrich Wolf
09.03.2026 / BAD HERSFELD -
Gemeinsam mit Mitgliedern der SPD-Stadtverordnetenfraktion und des SPD-Stadtverbandes besuchte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium Sören Bartol die Bad Hersfelder Fußgängerzone, um sich ein aktuelles Bild von der Lage des innerstädtischen Einzelhandels zu machen.
Im Mittelpunkt des Rundgangs standen die zunehmenden Leerstände und die strukturellen Veränderungen im Einzelhandel, die vielerorts zu beobachten sind. Der SPD-Stadtverordnete Thomas Handke erläuterte den aktuellen Zustand:
"Wir erleben ein sterbendes Einzelhandelsangebot, verbunden mit Leerständen – wie in fast allen Städten Deutschlands", so Handke. Zugleich betonte er die Bedeutung der Innenstädte für das gesellschaftliche Leben:
"Die Innenstädte müssen als zentraler Baustein sozialer Teilhabe, städtischer Identität und Lebensqualität erhalten bleiben."
Stärkung der Innenstadt ist essenziell
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Karsten Vollmar stellte konkrete Entwicklungsperspektiven vor. So forderte er, den Bereich rund um das traditionsreiche Lullusfeuer künftig – kompatibel mit dem Lullusfest – als Verweil- und Ruhezone in der Innenstadt zu gestalten. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu erhöhen und neue Anziehungspunkte zu schaffen. Dr. Handke ergänzte, dass die SPD zudem die Initiative ergriffen habe, an diesem Standort einen Samstagswochenmarkt zu etablieren. "Ein regelmäßiger Wochenmarkt am Samstag stärkt die Nahversorgung, schafft Begegnungsräume und ist für Berufstätige und Familien attraktiv und belebt so die Innenstadt unter dem Motto: Das Wochenende beginnt in Bad Hersfeld auf dem Markt", so der Stadtverordnete Handke.Staatssekretär Bartol zeigte sich überzeugt von den vorgestellten Konzepten und sicherte seine Unterstützung zu:
"Die Initiativen in Bad Hersfeld gehen in die richtige Richtung. Es ist entscheidend, Wohnen, Arbeiten, Handel und Kultur wieder stärker miteinander zu verzahnen, um lebendige Innenstädte zu erhalten."
Der Besuch machte deutlich, dass kommunale Politik, Landesprogramme und Bundesunterstützung gemeinsam wirken müssen, um den Herausforderungen des Strukturwandels wirksam zu begegnen und die Innenstadt von Bad Hersfeld zukunftsfähig aufzustellen. (pg)+++