Schüler im Dialog

Dr. Jan-Jonathan Bock von "Jugend debattiert" zu Besuch am Domgymnasium

Im Rahmen des Projektes "Jugend debattiert" besuchte Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter von "Jugend debattiert Deutschland und weltweit" und stellvertretender Leiter des Programms "Demokratie stärken" der gemeinnützigen Hertie Stiftung, am Mittwoch die Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) Fulda.
Fotos: Rabanus-Maurus-Schule

09.03.2026 / FULDA - Im Rahmen des Projektes "Jugend debattiert" besuchte Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter von "Jugend debattiert Deutschland und weltweit" und stellvertretender Leiter des Programms "Demokratie stärken" der gemeinnützigen Hertie Stiftung, am Mittwoch die Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) Fulda. Die Schule hatte damit das Glück, eine der drei Schulen zu sein, denen er dieses Jahr einen Besuch abstattet.



Um seinen Besuch zu würdigen, hatte die im aktuellen Schuljahr neu gegründete Debattier-AG unter Leitung von Frau Kiel und dem letztjährigen Bundesfinalteilnehmer Marius Kümmel eigens eine Schulveranstaltung auf die Beine gestellt. Hierzu waren auch weitere Jugend debattiert-Verbundschulen aus Stadt und Landkreis Fulda und Hünfeld herzlich eingeladen. Der Einladung waren die Schulkoordinatorinnen und Schulkoordinatoren mit jeweils einer Schülergruppe der Marienschule, des Marianums, der Konrad-Adenauer-Schule, der Winfriedschule sowie der Ulstertalschule Hilders gefolgt, worüber sich die ausrichtende Schule sehr freute.

Der Tag startete für Dr. Bock mit einer Führung durchs Schulgebäude und einem anschließenden Besuch bei Schulleiter Sven Müller. Währenddessen wurden von der Debattier-AG die letzten Vorbereitungen im E-Pavillon getroffen. Nach Eintreffen aller Gäste fing die Veranstaltung mit einer kurzen Eröffnung durch Frau Kiel an, die alle Anwesenden herzlich begrüßte und das Programm vorstellte. Um die Person hinter dem Namen Dr. Jan-Jonathan Bock besser kennenzulernen, gab es im Anschluss an die Begrüßung eine kleine Blitzlichtfragerunde, die Noemi Kondor und Marius Kümmel moderierten. Ein Impuls für die erste Gesprächsrunde setzte eine erste Schaudebatte, die von Emma Römmelt, Finn Sasaki, Sophia Frik und Amalia Auerbach geführt wurde. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Streitfrage, ob das Unterrichtsfach Demokratiebildung in der Sek. I verbindlich verankert werden sollte.

Obwohl es für manche der jungen Debattanten die erste Debatte vor einem größeren Publikum war, konnte man allen neben der anfänglichen Nervosität auch den Spaß an diesem Redeformat ansehen. Im Anschluss daran erzählte Dr. Bock von seinen Begegnungen mit diesem Thema und ging näher auf das Wettbewerbsformat Jugend debattiert und die hinter dem Programm stehende Hertie Stiftung und deren weiteren Aufgabenfelder ein. In einer etwa 15-minütigen Pause durften sich schließlich alle Gäste an einem reichlich ausgestatteten Buffet, welches von der Debattier-AG vorbereitet worden war, stärken. Viele nutzen die Pause, um sich über die Schaudebatte oder ihre eigenen Erfahrungen beim Debattieren auszutauschen.

Nach der kurzen Pause ging es direkt mit der zweiten Schaudebatte, die von Emilia Mönnich, Karla Santek, Svea Gutmann und Lukas Rainstadler geführt wurde, weiter. Die vier Debattanten setzen sich mit der Frage auseinander "Sollen auf Bundesebene Volksbegehren und Volksentscheide generell eingeführt werden?". Beide Seiten beleuchteten das Thema aus verschiedenen Perspektiven und am Ende wurde die Frage auch ans Publikum weitergegeben. Das Stimmungsbild im Publikum zeigte ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Zustimmung und Ablehnung, was wiederum für eine ausgeglichene Debatte sprach.

In der sich anschließenden Gesprächsrunde, die sich mit der Debatte im gesellschaftlichen Kontext beschäftigte und der Frage nachging, warum Demokratie stärken wichtiger denn je ist, hatten die Schülerinnen und Schüler dann noch einmal die Möglichkeit, persönliche Fragen an Dr. Bock zu richten. Im Zusammenhang mit dem häufig von Jugend debattiert formulierten Ziel, die "Selbstwirksamkeit von Jugendlichen stärken" zu wollen, legte Dr. Bock den Jugendlichen ans Herz, ihre Stimme zu nutzen und das zu tun, woran sie Freude haben. Seine eigenen Talente einzubringen und mit der eigenen Stimme etwas zu bewegen, sei für junge Menschen eine essenzielle Erfahrung und trage zu einer gelingenden Demokratie sowie einem besseren Miteinander bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Tag für alle Teilnehmenden nicht nur von viel Lachen, interessanten Einblicken in die Arbeit von Dr. Bock und neuem Wissen geprägt war, sondern den Anwesenden auch neue Perspektiven eröffnete und sie persönlich wachsen ließ. Die Veranstaltung wird hoffentlich allen noch lange in guter Erinnerung bleiben. Zu wünschen bleibt auch, dass es in Zukunft weitere Veranstaltungen dieses Formats geben wird, die über die Schulgrenzen hinaus den Zusammenhalt und Austausch zwischen den verschiedenen Schulen und Schulformen in Stadt und Landkreis Fulda stärken. (pm/mis) +++

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