Poseck zum Internationalen Gedenktag

"Wir gedenken der Polizisten, die für unsere Sicherheit starben"

Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärt anlässlich des Gedenktages, dass auch Hessen an diesem internationalen Zeichen der Solidarität teilnimmt und damit an jene erinnert, die im Dienst für unsere Sicherheit und unseren Rechtsstaat ihr Leben verloren haben.
Archivfotos: O|N/ Hendrik Urbin/ Carina Jirsch/Henrik Schmitt/ Martin Engel/ Marvin Myketin

07.03.2026 / WIESBADEN - Am 7. März wird weltweit der Internationale Gedenktag für die im Dienst verstorbenen Polizeibediensteten begangen. Die Initiative geht von der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation IKPO-Interpol aus. Hessen wird die Initiative auf Social Media begleiten.



Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärt anlässlich des Gedenktages, dass auch Hessen an diesem internationalen Zeichen der Solidarität teilnimmt und damit an jene erinnert, die im Dienst für unsere Sicherheit und unseren Rechtsstaat ihr Leben verloren haben.

"Vor zwei Jahren ist der junge Polizist Rouven Laur in Mannheim infolge eines Messerangriffs durch einen Islamisten gestorben. Im August des vergangenen Jahres wurde der junge Polizist Simon B. in Völklingen im Einsatz getötet. Am 24. Dezember des vergangenen Jahres jährte sich bereits zum zehnten Mal der Tod des Polizeibeamten Christoph Rehm, der in Herborn nach einem Messerangriff seinen Verletzungen erlag. Diese drei Polizisten sind während ihres Einsatzes für den Rechtsstaat ums Leben gekommen. Das sind nur drei traurige Fälle unter vielen weltweit, die deutlich machen, wie gefährlich der Polizeiberuf sein kann.

Polizistinnen und Polizisten sind Tag für Tag gefordert. Sie setzen sich mit großem Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung ein. Leider werden sie immer häufiger mit Übergriffen konfrontiert. Unsere Beamten sind Leidtragende einer Entwicklung, die durch den Verlust von Respekt und Friedlichkeit in Teilen der Gesellschaft gekennzeichnet ist. Angriffe mit Messern und Schusswaffen sind dabei die Spitze des Eisbergs. Es macht mich fassungslos, dass diejenigen angegriffen werden, die sich für die Sicherheit der Bürger einsetzen.

So viele Angriffen auf Einsatzkräfte wie noch nie

Die kürzlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt mit 5.507 Fällen einen neuen Höchststand bei Angriffen auf Einsatzkräfte; davon waren 5.303 Polizisten Opfer. Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen zugleich, dass immer mehr Menschen lieber zur Faust greifen als zum Argument. Unsere Polizei verdient Respekt und Wertschätzung. Deshalb haben wir 2024 das hessische Respektpaket mit verschiedenen Maßnahmen für mehr Anerkennung auf den Weg gebracht. Wir machen damit auch deutlich, dass wir hinter unseren Einsatzkräften stehen und wir ihnen die Rückendeckung geben, die sie benötigen und verdienen. Doch das allein reicht nicht aus. Die gesamte Gesellschaft ist aufgerufen, Einsatzkräften mit mehr Respekt zu begegnen.

Der heutige Gedenktag setzt ein wichtiges Zeichen: Wir gedenken heute allen Polizistinnen und Polizisten, die im Dienst für unsere Sicherheit gestorben sind. Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch, der Familie, Freunde und Kollegen zurücklässt. Ihr Einsatz und ihr Opfer verpflichten uns noch mehr, die Arbeit der Polizei zu achten und zu unterstützen."

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 sind in Hessen 54 Polizeibedienstete auf tragische Weise während ihres Dienstes ums Leben gekommen. Die häufigsten Ursachen waren tödliche Schussverletzungen oder Verkehrsunfälle während eines Einsatzes. Zuletzt verunglückte 2019 ein Polizeibeamter aus Hessen während eines Einsatzes tödlich. Der 44-jährige Kollege hat eine Familie hinterlassen. Sein Tod hat Kolleginnen und Kollegen sowie die gesamte Polizei tief erschüttert. Zur Erinnerungskultur der hessischen Polizei gehört es auch, dass einmal im Jahr der im aktiven Dienst verstorbenen Polizisten - unabhängig von der Todesursache - in einem Gottesdienst und einer Gedenkveranstaltung gedacht wird. (ms/pm) +++

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